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Tuningtreffen stellt Polizei und Elbepark Dresden vor Probleme

Betreiber besorgt um Sicherheit der Anwohner und Kunden Tuningtreffen stellt Polizei und Elbepark Dresden vor Probleme

Mehre tausend Tuning-Freunde trafen sich nach Ladenschluss am Freitagabend mit mindestens 1500 Fahrzeugen auf dem Parkplatz des Elbepark-Centers, um die Saison der Autoliebhaber zu eröffnen – sehr zum Missfallen von Ordnungsamt, Polizei und dem Eigentümer.

„Solange niemand etwas Illegales macht, habe ich nichts gegen die Treffen“, erklärt Centermanager Gordon Knabe, „Ich erwarte aber nicht, dass das bis zum Ende der Saison im Oktober so bleibt!“
 

Quelle: Paul Felix Michaelis

Dresden.  Die Luft riecht nach Benzin und Blei. Die Motoren der PS-starken Maschinen wummern. Die Bässe dröhnen. Der Verkehr staut sich bis zur A4. Mehre tausend Tuning-Freunde trafen sich nach Ladenschluss am Freitagabend mit mindestens 1500 Fahrzeugen auf dem Parkplatz des Elbepark-Centers, um die Saison der Autoliebhaber zu eröffnen – sehr zum Missfallen von Ordnungsamt, Polizei und dem Eigentümer. Die Verkehrspolizei und die Polizeidirektion Dresden waren mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu behalten, griff aber nicht ein.

Auf der Washingtonstraße und den Autobahnabfahrten von der A4 überprüften die Beamten lediglich die getunten Autos auf ihre Zulassungen und inspizierten die Verkehrstüchtigkeit der hochgerüsteten und tiefergelegten Wagen. Ein Autofahrer wurde mit massiver Auspuffmanipulation erwischt und muss jetzt mehrere tausend Euro Steuer nachzahlen. Ansonsten verlief der Abend ruhig, es kam zu keinen illegalen Straßenrennen. Dies ist offenbar der Polizeipräsenz zu verdanken – sowie dem Stau, der durch die Kontrollen ausgelöst wurde.

„Solange niemand etwas Illegales macht, habe ich nichts gegen die Treffen“, erklärt Centermanager Gordon Knabe, „Ich erwarte aber nicht, dass das bis zum Ende der Saison im Oktober so bleibt!“ Der Müll sei sein geringstes Problem, viel mehr gehe es ihm um die massive Lärmbelastung für die Anwohner durch die laut aufheulenden Motoren sowie den knallenden Fehlzündungen und vor allem um die illegalen Autorennen – welche im schlimmsten Fall Menschenleben kosten können. Bereits jetzt wurden auf den langen und geraden Straßenabschnitten im Elbepark Straßenschwellen zur Geschwindigkeitsbegrenzung errichtet, auf der Washingtonstraße und den Autobahnzubringern ist dies allerdings nicht möglich.

Derweil präsentiert Robert stolz seinen laguna-blauen und tiefergelegten Audi S4. Dem gebürtige Dresdener gehen die illegalen Rennen gegen den Strich. Sie gefährdeten Menschenleben und würden ein schlechtes Licht auf die gesamte Autotunerszene werfen. Polizeipräsenz, Verkehrbehinderungen sowie zeitaufwendige Fahrzeugprüfungen durch den TÜV seien die Folge.

Auch Enrico mit seinem gelben 69er Dodge Charger sieht es ähnlich: „Ich kann die Meinung des Centermanagers nachvollziehen. Es wäre aber schade, wenn der Betreiber wegen ein Paar Idioten jetzt ein Schranke am Parkplatz aufbauen würde.“ Enrico steckt nach eigenen Angaben viel Geld in sein Auto, achtet aber darauf, für alles eine Zulassung zu bekommen. Andere würden tun dies nicht tun. „Hier fährt viel rum, was eigentlich nicht fahren darf, natürlich kontrolliert da die Polizei“, sagt er.

Gordon Knabe will sich in den nächsten zwei Wochen mit den Großmietern des Elbeparks und der Polizei an einen Tisch setzten, um über die Lage zu beraten. „Wir brauchen jetzt eine kritische Masse in der Szene. Ein paar hundert Personen müssen uns klipp und klar sagen, dass sie sich von den Rennen und der Lärmbelästigung distanzieren“, sagt er. Sobald sich die Community selbst um Ordnung, Sauberkeit und vor allem Sicherheit sorge, könne man in Zukunft gerne zusammenarbeiten, so Knabe.

Von Paul Felix Michaelis

Elbepark,Peschelstraße 33,01139 Dresden 51.085019 13.696211
Elbepark,Peschelstraße 33,01139 Dresden
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