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Tote Tiere, verletzte Menschen - Ungewöhnliche Einsätze für Feuerwehr und Polizei

Tote Tiere, verletzte Menschen - Ungewöhnliche Einsätze für Feuerwehr und Polizei

Für Polizei und Feuerwehr war es kein ruhiges Wochenende. Schon in der Nacht zum Sonnabend gegen 4.45 Uhr wurde Alarm geschlagen. Das Schlafzimmer einer Erdgeschosswohnung an der Jessener Straße im Stadtteil Dobritz stand in Flammen.

Von christoph stephan

Die 26 Jahre alte Mieterin, ihre Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren sowie der 35-jährige Lebensgefährte kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Für den Hund der Familie kam jede Hilfe zu spät. Die Kameraden der Feuerwehr entdeckten in der brennenden Wohnung nur noch seine sterblichen Überreste. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nur ein paar Stunden später ging es zum nächsten Einsatz. Ein Reh steckte mit dem Hinterteil eingeklemmt in einem Zaun an der Radeburger Straße nahe der Autobahnabfahrt Dresden-Hellerau fest. "Durch den Versuch, sich selbst aus der Misere zu befreien, zog sich das Tier schwere Verletzungen zu", erklärte Feuerwehrsprecher Thomas Mende.

Die Kameraden der Wache Neustadt schafften es, mit einem Hydraulikspreizer die Zaunstangen auseinander zu biegen. Das Reh war nun frei und bekam erst einmal Wasser zu saufen. Doch als es überhaupt keine Anstalten machte, sich zu bewegen, wurde ein Jäger herbeigerufen. Dieser stellte fest, dass die Verletzungen des Tieres zu schwer seien. Daraufhin nahm der Weidmann sein Gewehr und erlöste das Reh mit einem sicheren Schuss von seinen Qualen.

In der Nacht zum Sonntag gegen 3 Uhr wurde schließlich die Freiberger Straße Schauplatz eines schweren Verkehrsunfalls. Eine 25 Jahre alte Frau war nach Angaben der Polizei mit ihrem Pkw Proton (malaysische Automobilmarke) in Richtung Ebertplatz unterwegs, als sie vor der Einmündung Saxoniastraße in einer leichten Linkskurve plötzlich die Kontrolle über ihren Wagen verlor und gegen einen Stromkasten knallte. Außerdem fällte das Auto der 25-Jährigen einen Lichtmast, der wiederum in die Oberleitung der Straßenbahn kippte.

Die Bergungsarbeiten waren alles andere als einfach, zunächst musste der Strom in der Leitung heruntergefahren werden. Die Verursacherin des Unfalls kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Polizei konnte noch vor Ort klären, warum ihr die leichte Linkskurve zum Verhängnis wurde - die junge Frau hatte sich betrunken hinters Steuer gesetzt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,79 Promille. Die 25-Jährige muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten, ihr Führerschein wurde eingezogen. Im Zuge der Unfallaufnahme blieb die Freiberger Straße für rund zwei Stunden gesperrt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.11.2011

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