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Tierdiebstahl in Dresden: Lars, Knut und Flocke sind weg

Tierdiebstahl in Dresden: Lars, Knut und Flocke sind weg

Lars zur Hochlandoase ist weg. Mit ihm sind Knut, Giovanna und Flocke verschwunden, allesamt sogenannte Himalaya-Meerschweinchen. Sie haben weißes Fell, rote Augen und dunkle Nasen, Ohren und Füße.

Lars hatte sogar eine Auszeichnung bekommen, einen Pokal und eine Urkunde. Siegmar Siewert war stolz auf seine Zuchttiere. Nun sind sie weg. Alle 27 Meerschweinchen wurden der Polizei zufolge in der Nacht zum Dienstag gestohlen. Der materielle Verlust beträgt rund 650 Euro, so die Polizei. Der ideelle Verlust: unbezahlbar.

Siegmar Siewert hat im Alter von neun Jahren mit der Meerschweinchenzucht begonnen. Inzwischen ist er 29 Jahre alt, anerkannter Züchter und von Beruf Tierpfleger. Heute sollten die Tiere in seine neue Heimat Senftenberg umziehen. Im dortigen Tierpark arbeitet er als Pfleger, ist unter anderem für Stachelschweine und Kängurus zuständig. Seine eigenen Meerschweinchen waren sein Hobby. Nun steht er ohne die Tiere da. "Ein Bekannter, sozusagen mein Futtermeister, hat sie betreut", berichtet Siewert. Am Montag gegen 16 Uhr hat er die Tiere in ihrem Käfig, der in einem Schuppen auf einem Grundstück an der Cunewalder Straße in Bühlau stand, zum letzten Mal gefüttert. "Da war noch alles in Ordnung", berichtet Siewert. Als sein "Futtermeister" am Dienstag wiederkam, waren die Meerschweinchen verschwunden. "Die Käfige waren leer und verschlossen, auch die Schuppentür war zu", erzählte der 29-Jährige gestern. Die Täter haben sich offensichtlich Zeit genommen, schlussfolgert er aus dieser Tatsache.

Und die Meerschweinchendiebe wussten, was sie tun. "Nur ganz wenige Leute, der Grundstückseigentümer, meine Familie und der Versorger kannten die Zucht", ist sich der 29-Jährige sicher. "Ganz Bekloppte nehmen die Tiere als Schlangenfutter", sucht er nach Erklärungen, "vielleicht waren es auch Tierschützer, Idioten, die es gut gemeint haben".

Sein Hobby will Siegmar Siewert trotzdem nicht aufgeben, schließlich steht seine private Meerschweinchenanlage bereits in Senftenberg. Jetzt sucht er neue Tiere. "Man muss klein anfangen", ist er überzeugt und hofft, vielleicht einige Tiere ergattern zu können, die aus seiner eigenen Zuchtlinie oder von Nachfolgern seiner Tiere stammen. Seine Hochlandoase in Bühlau ist allerdings Geschichte, in Senftenberg plant er nun einen Neubeginn.

Hinweise zu seinen Meerschweinchen nimmt Siegmar Siewert unter der E-Mail-Adresse hochlandoase@web.de entgegen. Weitere Bilder der Tiere gibt es auf Facebook unter dem Stichwort Hochlandoase.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.09.2012

C. Springer

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