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Soko Rex übernimmt Ermittlungen zu Nazi-Angriff auf linkes Wohnprojekt in Löbtau

Soko Rex übernimmt Ermittlungen zu Nazi-Angriff auf linkes Wohnprojekt in Löbtau

Nach dem Angriff von mehreren hundert Rechtsextremen am 19. Februar auf das linke Wohnprojekt „Praxis" in der Löbtauer Columbusstraße hat nun die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

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Nach dem Überfall von rechtsextremen Gewalttätern auf das linksalternative Wohnprojekt "Praxis" in Löbtau ermittelt nun die Soko Rex.

Quelle: Privat

Das teilte das LKA am Freitag mit.

Etwa 200 gewaltbereite Rechtsradikale hatten an dem Tag gegen 14 Uhr das Mehrfamilienhaus mit Steinen, Stöcken und sogar Schneeschiebern angegriffen und Scheiben und Türen eingeschlagen. Laut Anwohnern hätten die Nazis auch versucht, das Gebäude zu stürmen und Reizgas eingesetzt. "Ich dachte, ich muss sterben", berichtete einer der Bewohner gegenüber den DNN.

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Die Hausgemeinschaft erhob am Montag hingegen schwere Vorwürfe gegenüber den Beamten.

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Die Soko Rex ermittelt wegen Verdacht auf Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall und sucht nach Zeugen für die Ausschreitungen. Auch Angaben zur Marschstrecke der Täter seien von Bedeutungen. Hinweise nimmt das LKA unter der Telefonnummer (0800) 67 38 152 entgegen.

Für Aufsehen hatte der Vorfall vor allem deshalb gesorgt, weil seit Wochenbeginn ein Amateurvideo im Internet kursiert, in dem der Angriff dokumentiert wird. Vorwürfe, wonach aber zunächst die Hausbewohner mit Dachziegeln und Glas auf die Rechtsradikalen geworfen hätten, werden von den Anwohnern zurückgewiesen. Auf dem Video ist erkennbar, dass sich die Bewohner zumindest wehrten, indem sie mit Glas nach dem unten Stehenden warfen.

Das Video zeigt zudem, dass in Sichtweite zum Tatort mindestens zwei Polizeifahrzeuge standen, die nicht eingriffen. Auf den Vorfall angesprochen, hatte Dresdens Polizeipräsident Dieter Hanitzsch am Tag danach zunächst keine Angaben machen können. Am Montag teilte die Polizei mit, dass „einzelne Kräfte der Verkehrsregelung" umgehend dafür gesorgt hätten, dass keine Unbeteiligten in die Auseinandersetzungen geraten können. Zugleich wurden für den Einsatz entsprechende Beamte nach Löbtau entsandt, die aber erst eintrafen, nachdem die Täter bereits in Richtung Innenstadt geflüchtet waren.

sl

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