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Skoda Octavia - Diebstahlsserie wirkt sich bisher nicht auf Absatzzahlen in Dresdner Autohäusern aus

Skoda Octavia - Diebstahlsserie wirkt sich bisher nicht auf Absatzzahlen in Dresdner Autohäusern aus

Fast 160 Skoda Octavia sind bisher in diesem Jahr in Dresden gestohlen worden. Mit einem speziellen Konzept wollen die Fahnder nun im nächsten Halbjahr verstärkt gegen die Autodiebe vorgehen.

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Von christoph springer

Fast 160 Skoda Octavia sind bisher in diesem Jahr in Dresden gestohlen worden. Damit bleibt die Klaustatistik im ersten Halbjahr 2012 knapp unter der Gesamtjahresbilanz für 2011. Damals registrierte die Polizei 169 gestohlene Octavia in der Landeshauptstadt im ganzen Jahr.

Mit einem speziellen Konzept wollen die Fahnder nun im nächsten Halbjahr verstärkt gegen die Autodiebe vorgehen. Dabei setzen sie voraussichtlich auch auf sogenannte Lockautos (DNN berichteten exklusiv), die gezielt im Stadtgebiet platziert werden. Die Beamten observieren dann diese Fahrzeuge und greifen zu, sobald sich Langfinger an den Autos zu schaffen machen.

Unterdessen registrieren die Mitarbeiter der Dresdner Skoda-Häuser die Diebstahlsserie mit Sorge. "Das ist durchaus ein Thema bei uns", sagte ein Skoda-Verkäufer, der seinen Namen und den "seines" Autohauses lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. "Die gestohlenen Autos werden wahrscheinlich zerlegt", vermutet Steffen Schotte, Verkaufsleiter im Autohaus Rüdiger an der Hamburger Straße. In Tschechien oder Polen seien die gestohlenen Autos "relativ schwierig zu vermarkten", meint der Fachmann, schließlich wisse dort die Polizei Bescheid.

Am Käuferverhalten ändere die Diebstahlsserie nichts, meinen Schotte und sein anonymer Kollege unisono. "Dass wir deshalb nun weniger Octavias verkaufen, kann man nicht sagen", so Schotte, "mehr aber auch nicht." Allerdings registriert er größeres Interesse an Sicherheitseinrichtungen, die Autodiebe abschrecken könnten. An erster Stelle rangiert dabei ein System, mit dem man die Gangschaltung sichern kann. Der Schalthebel wird dazu umgelegt und unter der Mittelkonsole eingeschlossen. Ein Octaviabesitzer aus Mockritz, der seinen Skoda vor sechs Monaten gekauft hat, hatte von dieser Technik noch nie gehört. "Die Diebstahlsserie hebt mich gar nicht an", stellt er fest. "Vielleicht liegt das daran, dass ich eine Garage habe." Außerdem sei sein Auto gegen Diebstahl versichert. Und er meint: "Wenn fünf Prozent aller Autos einer Marke gestohlen werden, dann ist das immer noch nicht viel."

Diese Zahl könnte bis zum Jahresende allerdings überschritten werden. Denn laut Info aus dem Rathaus sind in Dresden derzeit rund 4800 der reichlich 280 000 zulassungspflichtigen Fahrzeuge mit DD-Kennzeichen Skodas der Octavia-Baureihe. Fünf Prozent davon wären 240 Autos. Weit mehr als die Hälfte dieser 240 Octavias ist schon jetzt weg, zwei Tage vor dem Ende des ersten Halbjahrs 2012.

Schließen Sie Ihr Auto immer ab, auch wenn Sie sich nur kurz entfernen und in der Garage. Kontrollieren Sie beim Parken, ob Ihr Auto tatsächlich abgeschlossen ist. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung benutzen, Funkblocker können die Verriegelung verhindern. Lassen Sie nie die Originalpapiere im Auto oder Wertgegenstände (sichtbar) im Auto liegen. Zusatzsicherungen wie Lenkradkrallen schrecken Diebe ab.

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2012

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