Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Skoda-Klau in Dresden: Polizei registriert sinkende Zahlen

Skoda-Klau in Dresden: Polizei registriert sinkende Zahlen

Diese Redewendung hat aus Sicht der Polizei mit Blick auf die Kfz-Kriminalität einen ganz besonderen Klang. Weniger Autodiebstähle sprechen für mehr Erfolg.

Weniger ist mehr. Von christoph Springer

Die langsam sinkende Zahl der Skoda-Diebstähle wollen sich die Beamten dennoch nicht auf die eigenen Fahnen schreiben. "Zunächst gehen wir von einer gewissen ´Marktschwankung´ aus", sagte Polizeihauptkommissarin Berit Gabriel auf DNN-Anfrage. Es wäre natürlich schön, "darin die Nachhaltigkeit unserer Maßnahmen zu erkennen", so die Mitarbeiterin der Pressestelle in der Polizeidirektion an der Schießgasse. "Aber das wäre gegenwärtig eher unprofessionell", räumt sie ein.

Dennoch: Die Zahlen sprechen für die Beamten. 25 Octavias wurden in Dresden im Juni gestohlen, dann startete die Polizei im Juli die "Operation Helios". Hunderte Beamte waren zusätzlich unterwegs, bauten Straßenkontrollen auf, gingen nachts auf Streife und sprachen mit Skodabesitzern. Während des dreiwöchigen Einsatzes gingen den Fahndern vier Autodiebe ins Netz, sechs gestohlene Pkws wurden sichergestellt. Und es wurden nur noch 17 Octavias gestohlen.

Dieser Trend setzte sich im August fort. Sieben gestohlene Octavias registrierten die Beamten in diesem Monat. Im September holten sich Autoknacker in Dresden wieder 14 Autos dieses Typs. Insgesamt sind in den ersten drei Quartalen dieses Jahres in Dresden 160 Skoda Octavia gestohlen worden. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr holten sich Autoknacker in Dresden 129 Octavias. Die 2011er Zahl wurden bereits Ende Juli 2012 übertroffen.

Das Fazit der Polizei zum Octavia-Klau fällt vorsichtig optimistisch aus. "Der Rückgang der Diebstahlszahlen aus dem zweiten Quartal hält weiterhin an", stellte Berit Gabriel fest. Die Ermittler haben die "Operation Helios" inzwischen ausgewertet. Wenn sie nun wieder Straßenkontrollen einrichten und hunderte Autos überprüfen, tun sie genau das, was Polizeipräsident Dieter Kroll gleich nach dem Einsatz Ende Juli angekündigt hat. Damals sagte er "Bausteine mit der größten Wirksamkeit" sollten weiter genutzt werden. "Entscheidend war..., dass wir unsere Maßnahmen über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten haben", fügte Kroll am Montag hinzu. Das bedeutet, die Dresdner müssen noch mehrere Tage lang mit Straßenkontrollen und den damit verbundenen Staus rechnen.

Gestern waren dabei rund 160 Beamte im Einsatz. Sie überprüften rund 800 Autos, unter anderem auf der Bergstraße. Einen Autodieb haben sie nicht erwischt. Dagegen musste die Polizei einen Skodadiebstahl vom Dienstag melden. Von der Reichenbachstraße haben sich Autoknacker einen zehn Jahre alten Octavia geholt, der noch 4000 Euro wert war.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr