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Skoda-Diebstahlsserie in Dresden geht weiter – Polizei gibt Tipps für Autobesitzer

Skoda-Diebstahlsserie in Dresden geht weiter – Polizei gibt Tipps für Autobesitzer

Trotz der großangelegten Operation „Helios“, bei der die Dresdner Polizei mit hohem Personalaufwand gegen Autodiebe vorgeht, verschwinden weiter Fahrzeuge von Dresdens Straßen.

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Um das Auto vor Dieben zu schützen, sollen laut Polizei vor allem mechanische Hilfsmittel wie eine Reifenkralle helfen.

Quelle: Stephan Lohse

Obwohl zur Zeit Tag und Nacht mehr als 100 Beamte zusätzlich auf den Straßen unterwegs sind, wurde in der Nacht zu Donnerstag erneut ein Skoda Octavia gestohlen. Die Polizei setzt daher noch stärker auf Prävention – und stößt bei den Bürgern auf steigendes Interesse.

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Mit einem Großaufgebot versucht die Polizei, die Diebe dingfest zu machen. Auch berittene Beamte kommen zum Einsatz.

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So raten die Mitarbeiter der Kriminalprävention vor allem zu mechanischen Hilfsmitteln wie Reifenkrallen oder Lenkradsperren. Die sind zwar zum Teil klobig, schwer und Autofahrer benötigen zur Montage ein paar Minuten – Diebe würden sie aber abschrecken. Denn laut Polizei brauchen professionelle Autoknacker keine zwei Minuten, um das Schloss aufzubrechen, die Elektronik zu umgehen und loszufahren. Jedes zusätzliche Hilfsmittel sei ein Grund für den Dieb, sich eine andere Beute zu suchen.

Eine kiloschwere Lenkradsperre, die gut und gerne 300 Euro kostet, stößt aber nicht bei allen Autofahrern auf Gegenliebe. „Das kann ich machen, wenn ich 14 Tage in den Urlaub fliege. Aber nicht, wenn ich 30 Minuten einkaufen gehe“, wandte am Donnerstag ein Skoda-Fahrer ein, der sich bei einem Polizeitermin am Autohaus Rüdiger an der Hamburger Straße die Technik erklären ließ.

Die Polizei bietet deswegen auch kleinere Hilfsmittel an, zum Beispiel eine Blockierung des Schalthebels. Damit komme der Täter zwar ins Auto. Wegfahren kann er aber nicht. Steffen Schotte, Verkaufsleiter im Autohaus Rüdiger, präsentierte weitere Möglichkeiten: So sei es möglich, das Türschloss so zu verblenden, dass es nur noch per Funk und nicht mehr per Schlüssel geöffnet werden kann. Diebe, die mit nachgemachten Rohlingen die Autotür öffnen, kommen dann nicht mehr ins Fahrzeug. Ist allerdings die Batterie der Funkfernbedienung leer, kann auch der Besitzer sein Auto nicht mehr öffnen.

Zudem gebe es Möglichkeiten, die Schnittstelle für das Diagnosegerät, mit dem Diebe die Wegfahrsperre knacken, zu manipulieren. Wichtig seien in jedem Fall individuelle Lösungen. Alles, was zur Regel wird, werde von den Dieben schnell erkannt und umgangen, raten die Beamten. Laut Schotte wirke sich die Serie, von der vor allem Skoda Octavia und Skoda Fabia betroffen sind, nicht auf die Verkaufszahlen aus. Allerdings reagiere ein Teil der Kunden sensibler, seit die Zahlen immer weiter ansteigen. Andere ließen es aber weiter darauf ankommen, dass die Täter hoffentlich beim Nachbarauto zuschlagen.

sl

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