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Skelett vom Dresdner Schillerplatz könnte Kriegstoter sein

Skelett vom Dresdner Schillerplatz könnte Kriegstoter sein

Der Mensch, dessen Überreste am Montag bei Bauarbeiten auf dem Grundstück Schillerplatz 3 gefunden worden sind, ist wahrscheinlich ein Kriegstoter.

Davon geht die Polizei nach ersten Ermittlungen zu dem Fund aus. "Anhaltspunkte für einen Straftatsverdacht ergeben sich gegenwärtig nicht", sagte Polizeisprecher Marko Laske gestern auf DNN-Anfrage. In der Baugrube, die nur vom Angelsteg aus zu erreichen ist, sei ein "nahezu komplettes Skelett" gefunden worden, allerdings in einzelnen Teilen. "Zusammen ergeben sie ein komplettes Bild", beschrieb Laske den Fund. Fotos zeigen, dass die Bauarbeiter unter anderem einen Schädel zutage gefördert haben.

Die Knochen müssen nun von den Rechtsmedizinern des Uniklinikums untersucht werden. Die Fachleute können mit ihren Untersuchungen das Geschlecht, das Alter des Toten und "gewisse Krankheiten" erkennen, sagte Holger Ostermeyer, der Sprecher des Klinikums. "Die Liegezeit zu bestimmen ist schon schwieriger." Diese Untersuchung ist nötig, um zu klären, ob es sich tatsächlich um einen Kriegstoten handelt.

Mit den Ergebnissen dieses Osteologischen Gutachtens, also der Knochenuntersuchung, rechnet die Polizei nach Auskunft von Laske in der nächsten Woche. Im Uniklinikum waren die Skelettteile bis gestern Nachmittag allerdings noch nicht eingetroffen, so Ostermeyer. Die Polizei hat sie am Montagabend sichergestellt und in einer großen Plastiktüte abtransportiert.

Auf der Fläche zwischen dem Angelsteg und den Häusern am Schillerplatz, auf der die Knochen gefunden wurden, laufen derzeit Abrissarbeiten. Unbestätigten Angaben zufolge sollen dort zwei kleinere Wohnhäuser gebaut werden. Laut Bauschild ist auf dem Grundstück die "NBL GmbH Bau Lockwitzgrund" tätig. Deren Geschäftsführer Carsten Anspach äußerte sich gestern gegenüber den DNN nicht zu dem Knochenfund. Deshalb blieb auch im Dunkeln, weshalb die Polizei erst rund acht Stunden nach dem Fund gerufen wurde. "Das ist suboptimal", ordnete Laske die Verzögerung ein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2013

Christoph Springer

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