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Schweres Busunglück in Dresden - Mindestens 10 Menschen sterben

Schweres Busunglück in Dresden - Mindestens 10 Menschen sterben

Bei einem Busunfall auf der A4 in Dresden sind in der Nacht zum Samstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 Reisende wurden teilweise schwer verletzt und kamen in Krankenhäuser von Dresden und Umgebung.

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Auf der A4 bei Dresden hat am Samstagmorgen ein schweres Busunglück mehrere Tote und dutzende Verletzte gefordert.

Quelle: dpa

Mindestens sechs der neun Todesopfer stammen aus Polen. Nach Angaben der Polizei war kurz vor 2 Uhr rund 500 Meter vor der Anschlussstelle Dresden-Neustadt ein polnischer Reisebus auf einen Bus aus der Ukraine aufgefahren.

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Ein schweres Busunglück auf der A4 bei Dresden hat in der Nacht zum Samstag mindestens neun Tote gefordert. Ein polnischer Reisebus hatte kurz vor 2 Uhr die Mittelleitplanke durchbrochen und auf der Gegenfahrbahn einen Kleinbus erfasst.

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Beide Busse befanden sich auf dem Weg Richtung Westen. Der ukrainische Reisebus, besetzt mit einer Reisegruppe von 21 Personen, darunter acht Kinder, wurde nach vorn beschleunigt, konnte aber kontrolliert am rechten Fahrbahnrand halten. Der Bus aus Polen geriet ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und prallte im Gegenverkehr gegen einen polnischen Kleinbus, der sich offenbar auf der Heimreise befand. Sieben der Todesopfer sollen aus diesem Fahrzeug stammen, zwei aus dem polnischen Reisebus. Die Rettungskräfte waren am Samstagmorgen mit einem Großaufgebot im Einsatz. Rund 150 Einsatzkräfte versuchten den Bus aufzurichten. Die Verletzten kamen in drei Dresdner Krankenhäuser sowie nach Meißen, Pirna und Radebeul, teilte ein Sprecher der Stadt mit.

Die Polizei hatte die Autobahn in Richtung Chemnitzam Mittag wieder freigegeben, die andere Spur blieb bis zum Nachmittag gesperrt. Die Autobahn führt von Eisenach in Thüringen bis nach Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze. Vor allem am Wochenende wurde mit dichtem Verkehr gerechnet, weil in Sachsen die Ferien begonnen haben.

„Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und bei den Schwerverletzten“, sagte Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) der Nachrichtenagentur dpa. Sie hoffe, dass die Betroffenen möglichst schnell wieder genesen und ihre Angehörigen in der Heimat umfassend über das Unglück informiert werden. Orosz dankte den Rettungskräften, die mit enormer Geschwindigkeit am Unfallort eintroffen seien.

Das schwere Busunglück löste Trauer und Erschütterung bei der Sächsischen Staatsregierung aus: „Die Nachricht über den schweren Unfall hat mich betroffen. Der Unfall bedeutet großes Leid für Menschen, die sich auf einer Reise befanden. Mein Mitgefühl gilt all denjenigen, die durch den furchtbaren Unfall ihre Angehörigen oder Freunde verloren haben. Meine Gedanken sind auch bei den vielen Verletzten. Ihnen wünsche ich eine baldige und vollständige Genesung. Mein Dank gilt den zahlreichen Rettungskräften für ihre schwere und nervenzehrende Hilfe am Unglücksort", sagte der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Das polnische Reiseunternehmen Sindbad, für das einer der Reisebusse unterwegs war, richtete eine Infolinie für Angehörige ein. Nach der Passagierliste waren an Bord dieses Fahrzeugs 65 Reisende, die beiden Fahrer und ein Reiseleiter. Laut Unternehmens-Website handelt es sich um einen Bus vom Typ Setra 431D, der noch am 8. Juli technisch gecheckt wurde. Die 48 und 38 Jahre alten Busfahrer seien erfahrene Mitarbeiter, hieß es. Der Bus sei regelmäßig im Linienverkehr zwischen Polen und Deutschland unterwegs. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden noch in der Nacht zwei Ersatzbusse zum Unfallort geschickt. Die unverletzten Reisenden könnten dann entscheiden, ob sie die Fahrt wie geplant fortsetzen oder nach Polen zurückkehren wollten. Sindbad ist nach eigenen Angaben eines der größten Beförderungsunternehmen Europas. Mit jährlich über einer Million Fahrgästen sei es in Polen Marktführer unter den Busbeförderern.

Weitere Informationen folgen.

dbr/dpa

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