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Schon wieder Anschlag auf Flüchtlingsheim in Dresden-Stetzsch – dennoch erste Asylsuchende eingezogen

Schon wieder Anschlag auf Flüchtlingsheim in Dresden-Stetzsch – dennoch erste Asylsuchende eingezogen

Am Einzugstag der ersten Asylbewerber ist das neue Flüchtlingswohnheim im Stadtteil Stetzsch erneut Ziel eines Anschlags gewesen. Gegen 8.30 Uhr am Mittwochmorgen rief der Heimleiter Polizei und Feuerwehr in die Podemusstraße, nachdem er eine übelriechende Flüssigkeit in einem Raum entdeckt hatte, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner auf Anfrage von DNN-Online.

Der Umweltzug der Feuerwehr rückte an, prüfte die Luft auf gesundheitsgefährdende Stoffe und nahm Rückstände der Flüssigkeit auf. Die Untersuchung der Proben bestätigte den Verdacht: Bei der stinkenden Flüssigkeit handelte es sich um Buttersäure. Das bestätigte das Operative Abwehrzentrum (OAZ), das die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Die Beamten, die für die Aufklärung fremdenfeindlicher Straftaten zuständig sind, gaben auch bekannt, wie die Buttersäure ins bewachte Gebäude gelangte: Unbekannte hätten eine Glasflasche durch ein geöffnetes Fenster ins Innere des Hauses geworfen, sagte eine OAZ-Sprecherin. Es habe sich allerdings um eine geringe Menge Buttersäure gehandelt. Gesundheitsgefahr bestehe nicht.

Bereits während des Tags der offenen Tür am Sonnabend hatten Feuerwehr und Polizei anrücken müssen, weil es im ehemaligen Hotel „Lindenhof“ penetrant gestunken hatte. Der Verdacht auf Buttersäure hatte sich allerdings nicht bestätigt. Am Sonntag wurden dann sechs Scheiben des künftigen Asylbewerberheims aus einer Gruppe von etwa 30 Menschen heraus eingeworfen. Die kaputten Fenster ließ die Stadt inzwischen reparieren.

Trotz der Attacken sind die ersten Bewohner des Heimes am Mittwochnachmittag eingezogen. Die angekündigten 33 Flüchtlinge kommen laut Sozialamt hauptsächlich aus Pakisten, Afghanistan und Syrien.

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Rund 60 Personen haben auch am 29. Juni gegen das Flüchtlingsheim in Freital demonstriert.

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Eigentlich sollten in der Asylbewerberunterkunft demnächst 32 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Roland Halkasch

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Eindrücke vom Tag der offenen Tür:

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Hunderte Besucher strömten ins einstige Stetzscher Hotel "Lindenhof", in dem künftig bis zu 40 Asylsuchende leben werden.

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ttr/dpa

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