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Sachsen will Druck auf Auto-Diebe erhöhen - Kfz-Kriminalität in Dresden im Rückwärtsgang

Sachsen will Druck auf Auto-Diebe erhöhen - Kfz-Kriminalität in Dresden im Rückwärtsgang

Sachsen will gemeinsam mit tschechischen Behörden über gezielte Kontrollen den Druck auf Autoschieber-Banden erhöhen. „Wir haben eine gute Sicherheitspartnerschaft über die Grenze aufgebaut, in neuen Jahr werden wir hier nicht nachlassen“, sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Da sich die 454 Kilometer lange Grenze zum südlichen Nachbarn nicht komplett überwachen lässt, setzt Sachsen nach Darstellung des Ministeriums auf taktisch-intelligente Kontrollen an ausgewählten Punkten.Laut Ministerium wurden von Januar bis November 2013 insgesamt 3219 Fahrzeuge im Freistaat gestohlen oder zu stehlen versucht. Im gleichen Zeitraum 2012 waren es gar 3266 Fälle. Allerdings registrierte die sächsische Polizei eine Zunahme von Auto-Diebstählen im Grenzgebiet. Hier wurden auf sächsischer Seite von Januar bis einschließlich November 186 Fahrzeuge gestohlen (gleicher Zeitraum 2012: 166). In Dresden waren noch 567 Kraftwagen betroffen (671). Die Angaben basieren auf Zahlen aus dem Polizeilichen Auskunftssystem Sachsen. Die offizielle Kriminalstatistik liegt noch nicht vor.

Bei bandenmäßig organisierten Autodiebstählen seien regelmäßig Täter verschiedener osteuropäischer Nationalitäten beteiligt, hieß es weiter. Augenscheinlich hätten sich solche Gruppierungen auf bestimmte Fahrzeugmodelle spezialisiert. Insgesamt seien aber alle Typen betroffen. Laut Statistik sind unter den zehn am häufigsten in Sachsen gestohlenen Modellen ausschließlich Autos der Volkswagen AG verzeichnet. Vor allem auf den Skoda Octavia und auf die Audi-Modelle A4 und A6 haben es die Täter abgesehen. Über die Kriminalität an der Grenze hatte am Freitag auch die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet.

Das sächsische Innenministerium geht davon aus, dass sich die Kriminalität an einer Grenze mit Wohlstandsgefälle vermutlich auf Jahre nicht ändern wird. Insgesamt sei die Kriminalitätsbelastung mit 6940 Fällen von Januar bis Ende November nahezu konstant. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 6894 Straftaten gewesen. Große Sorgen bereitet den Behörden in Sachsen zudem die Rauschgiftkriminalität - vor allem im Zusammenhang mit Crystal. Dem Ministerium zufolge machte im Jahr 2001 Crystal nur etwa zehn Prozent aller Fälle aus, inzwischen beläuft sich der Anteil auf reichlich mehr als die Hälfte.

dpa

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