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Riesiger Aufwand aber mäßiger Ertrag im Kampf gegen Autodiebe: Polizei zieht gemischtes Fazit

Riesiger Aufwand aber mäßiger Ertrag im Kampf gegen Autodiebe: Polizei zieht gemischtes Fazit

Knapp drei Wochen nach dem Start der Operation „Helios“ im Kampf gegen Autodiebe hat die Dresdner Polizei ein gemischtes Fazit gezogen. Der Einsatz habe zwar Wirkung gezeigt, teilte Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll mit.

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In den letzten Wochen hat die Polizei in Dresden mehr als 4000 Autofahrer kontrolliert.

Quelle: Stephan Lohse

Der Aufwand dafür sei aber immens gewesen.

150 Beamte waren seit dem 2. Juli zusätzlich auf den Straßen, um den Dieben das Leben schwer zu machen. Insgesamt 4.079 Autos und 4.448 Personen wurden kontrolliert, teilten die Beamten mit. Sechs gestohlene Fahrzeuge wurden sichergestellt, zwölf gesuchte Menschen wurden ertappt, zehn Mal fanden die Einsatzkräfte Betäubungsmittel und elf Mal Diebesgut. Zudem wurden 38 weitere Vergehen verschiedener Art aufgedeckt, zählt die Polizei auf.

Dem gegenüber stehen allerdings auch 20 Autodiebstähle und 17 Diebstahlsversuche. Im Vergleich zu den ersten beiden Juniwochen sei die Zahl der gestohlenen Autos aber immerhin um die Hälfte zurückgegangen.

„Unser Einsatz hat Wirkung erzielt. Wir konnten Täter auf frischer Tat festnehmen und die Zahl der Diebstähle ist zurückgegangen. Großangelegte Fahndungskontrollen sind geeignet, um den Autoklau - zumindest zeitweise - zu verdrängen. Sie gehören auch weiterhin ins Repertoire der sächsischen Polizei. Eine Nachhaltigkeit erreicht man damit allein allerdings nicht“, schätzt Polizeipräsident Kroll ein.

Durch den hohen Personalaufwand sei aber anderes liegen geblieben. „Längere Bearbeitungszeiten oder verschobene Ermittlungsmaßnahmen waren beispielsweise die Folge. Für mich ist damit klar, dass solche Komplexeinsätze nie zu einer Standardmaßname der Polizei werden können“, sagte Kroll. Zudem hätten die Einsätze manche Dresdner verärgert. Ein Großteil der Passanten hätte die Operation aber begrüßt.

Künftig sollen daher „einzelne Bausteine“ der Operation Helios gezielt eingesetzt werden. Der große Aufwand – zeitweise patrouillierten sogar Reiter- und Hundestaffeln auf den Dresdner Straßen – könne nicht beibehalten werden, in „modifizierter“ Weise werde der Einsatz gegen die Autodiebe aber fortgeführt. Zudem gehe es weiter darum, die Dresdner noch besser zu sensibilisieren und zu individuellen Schutzmaßnahmen zu bewegen. Auch die Zusammenarbeit mit den tschechischen und polnischen Kollegen müsse noch besser abgestimmt werden, gab Kroll die künftige Marschrichtung vor.

sl

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