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Rettungswachen-Zahl in 13 Jahren fast verdoppelt: 2015 soll Rettungsdienst in 12 Minuten vor Ort sein

Rettungswachen-Zahl in 13 Jahren fast verdoppelt: 2015 soll Rettungsdienst in 12 Minuten vor Ort sein

Die nach wie vor steigende Zahl der Rettungseinsätze hat Konsequenzen. Bis 2016 wird sich die Zahl der Rettungswachen in Dresden gegenüber 2003 fast verdoppelt haben.

Vor zehn Jahren rückten von zehn Standorten Rettungswagen, Notarzteinsatz- sowie Krankentransportwagen aus. Heute sind es bereits 16, Ende 2016 werden es 18 sein.

"Nach unserem Dafürhalten müsste die Zahl der Standorte reichen", sagt Feuerwehrsprecher Thomas Mende. Allerdings hängt das davon ab, wie sich die Zahl der Rettungseinsätze entwickelt. Zum Vergleich: 2003 wurden 100 178 Rettungseinsätze gefahren, 2014 waren es 140 448. "Wir verzeichnen noch immer einen leichten Anstieg", so Mende. Wann die Bergspitze erreicht ist, darüber gibt es unterschiedliche Prognosen. Eine Rolle spielt nicht nur die immer älter werdende Bevölkerung, sondern auch - und das ist ja erfreulich - der Anstieg der Einwohnerzahl.

Als Standort neu hinzu kommt zum einen die Rettungswache in Klotzsche, die an der Boltenhagener Straße/Ecke Travemünder Straße gebaut wird. "Die Genehmigung ist da. Der Bau startet Anfang 2015, die Fertigstellung erwarten wir für den Herbst 2016", so Mende. Die Klotzscher Rettungswache ist übrigens ein Novum in Dresden. "Denn während in allen fünf Wachen der Berufsfeuerwehr auch Rettungsdienstfahrzeuge stationiert sind, wird nun erstmals auch ein Standort einer Freiwilligen Feuerwehr mit einer Rettungswache kombiniert."

Ein weiterer neuer Standort entsteht gegenwärtig an der Gerokstraße in der Johannstadt (DNN berichtete). Mit der Inbetriebnahme ist laut Thomas Mende "Ende 2014/Anfang 2015" zu rechnen. Zudem wird an zwei neuen Rettungswachen an der Magazinstraße in der Albertstadt (Anfang 2016 fertig) sowie an der Großenhainer Straße (Ende 2015) gebaut. Diese beiden Neubauten sind jedoch Ersatz für alte Rettungswachen.

Als Standort erhalten bleibt entgegen ursprünglichen Bestrebungen die Rettungswache Trachau an der Industriestraße. "Bei einer Verlagerung ... wie geplant zur Rettungswache Neustadt, Louisenstraße hätten die Kostenträger ihre Zustimmung zum Rettungsdienstbereichsplan verweigert". Das ist dem Rettungsdienstbereichsplan 2015-2021 zu entnehmen, der jetzt durch die Stadtratsausschüsse geht. Die Vorlage legt unter anderem die Anzahl der Rettungswachen, deren Standorte und Einsatzbereiche sowie geeignete Behandlungseinrichtungen fest. Ziel der Planung: 2015 eine "Hilfsfristenerfüllung von über 95 Prozent" zu erreichen. Übersetzt heißt das: In über 95 Prozent der Fälle kann die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von zwölf Minuten eingehalten werden. "Vor acht, neun Jahren lag die noch bei rund 80 Prozent", weiß Thomas Mende.

Stimmt nach dem Verwaltungsausschuss gestern nun auch der Finanzausschuss für die Vorlage zur Entwicklung des Rettungsdienstes, kann die Ausschreibung der Rettungsdienstleistungen vorbereitet werden. Denn zum 1. Januar 2015 sollen mit Trägern wie DRK, Johanniter, Malteser, GARD & Co. - so sie die Ausschreibung gewinnen - neue Verträge für die nächsten sieben Jahre geschlossen werden. Die Infrastruktur des Rettungsdienstes (Gebäude, Fahrzeuge) ist übrigens nie Ausschreibungsgegenstand, "um diesbezüglich im Rettungsdienst einen vom Leistungserbringer unabhängigen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten", erklärt Mende.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.06.2014

Steinbach, Catrin

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