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Raddampfer „Dresden“ in Not: Retter proben den Ernstfall auf der Elbe

Raddampfer „Dresden“ in Not: Retter proben den Ernstfall auf der Elbe

Vier laute Signaltöne des Schaufelraddampfers „Dresden" hallten am Samstagmorgen durch das Elbtal, als das Schiff einen Notfall an Bord simulierte. Nach einer Explosion brach Feuer aus, das Schiff war manövrierunfähig.

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Einsätzkräfte bei der Rettungsübung auf dem Weg zum Raddampfer "Dresden".

Quelle: Dominik Brüggemann

Das Notsignal und zwei gehisste rote Flaggen leiteten das Szenario ein. 60 Mimen mussten bei der folgenden Einsatzübung „Herbstamphibie" zwischen dem Fähranleger Johannstadt und der Albertbrücke von insgesamt 100 Einsatzkräften gerettet werden.

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Der ersten Einschätzung nach verlief bei der umfassenden Übung nahezu alles reibungslos. „Die Wege am Ufer sind doch länger, als wir es vorab eingeschätzt haben“, berichtet Übungsorganisator David Sandner jedoch von einigen Verzögerungen.

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Zunächst rückten die freiwilligen Feuerwehren Klotzsche und Hellerau an. Sie löschten das Feuer an Board, das durch eine Rauchkartusche simuliert wurde. Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes übernahmen die Erstversorgung der Verletzten auf dem hinteren Teil des Schiffes. Beim Funkspruch „Person im Wasser, treibt Elbe abwärts" kamen die Helfer der Wasserrettung zum Einsatz. An Seilen gesichert schwammen sie den Opfern entgegen, die zuvor aus Panik über die Brüstung in das kalte Wasser gesprungen waren. Neben einigen Puppen trieben auch zwei Mimen den Fluss hinab. „Im Wasser war es deutlich wärmer als erwartet. Aber die Finger werden sehr kalt", berichtet eine Gerettete von dem realistischen Szenario.

Insgesamt 30 DRK-Helfer übernahmen die Versorgung der Verletzten. Bereits an Bord prüften sie die Schwere der Verletzungen, ließen Leichtverletzte durch die Kollegen der Feuerwehr abtransportieren. Erst zum Schluss kamen die Schwerverletzten vom Schiff. „Sie erhalten die wichtige medizinische Versorgung bereits an Bord", erklärte Sebastian Wagner, DRK-Zugführer, den Rettungsablauf. Per Boot setzten sie dann über, erhielten an Land eine Erkennungsmarke und werden dann in Versorgungszelte gebracht.

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Parallel zu den Löscharbeiten bauten Rettungskräfte ein Rettungszelt für Verletzte auf. Hier wurden später die geborgenen Opfer der Übung versorgt und für den Krankentransport vorbereitet.

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Das Technische Hilfswerk, vertreten durch rund 20 Einsatzkräfte, probte besonders die Kommunikation. „Die Zusammenarbeit und der Funkverkehr sind wichtige Elemente, die wir hier testen können", erklärt Walter Henschel, Ortsbeauftragter des THW Dresden. Einmal im Jahr rücke sein Team zu einer großen Übung aus, kleinere halte man einmal pro Quartal ab.

Der ersten Einschätzung nach verlief bei der umfassenden Übung nahezu alles reibungslos. „Die Wege am Ufer sind doch länger, als wir es vorab eingeschätzt haben", berichtet Übungsorganisator David Sandner jedoch von einigen Verzögerungen. Insgesamt sei er jedoch zufrieden, was das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte angehe. Seit Januar hatte er zusammen mit DRK-Zugführer Sebastian Wagner die Übung geplant.

Dominik Brüggemann

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