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Prozess um Anschlag auf Asylunterkunft - Geständnis angekündigt

Brandstiftung in Dresden-Prohlis Prozess um Anschlag auf Asylunterkunft - Geständnis angekündigt

Fast ein Dreivierteljahr nach dem Anschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Dresden hat am Dienstag am Landgericht der erste Prozess wegen gemeinschaftlich begangener Brandstiftung begonnen. Verhandelt wird zunächst gegen einen 33 Jahre alten Arbeitslosen.

Der wegen Brandstiftung Angeklagte Marcel K. sitzt am 14.06.2016 vor Prozessbeginn im Landgericht in Dresden (Sachsen).

Quelle: dpa

Dresden. Fast ein Dreivierteljahr nach dem Anschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Dresden hat der erste Prozess wegen gemeinschaftlich begangener Brandstiftung begonnen. Am Landgericht Dresden wird seit Dienstag gegen einen 33 Jahre alten Arbeitslosen verhandelt. Er kündigte ein Geständnis an. Drei ebenfalls unter Verdacht stehende Männer sowie eine der Beihilfe verdächtige Frau werden sich später verantworten, wie der Vorsitzende Richter sagte. Das Verfahren gegen den 33-Jährigen wurde wegen Terminproblemen der Anwälte seiner Komplizen abgetrennt.

Ein Kameramann filmt am 07.10.2015 eine leerstehende Schule in Dresden (Sachsen). Unbekannte verübten in der Nacht einen Brandanschlag auf das Gebäude, das als Flüchtlingsunterkunft geplant war. Foto: Bernd Settnik/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Die Verhandlung am Dienstag wurde unterbrochen, weil eine Beisitzende Richterin nach der Anklageverlesung gestürzt war. Der Prozess soll nun am Donnerstag fortgesetzt werden.

Die Gruppe soll am 7. Oktober 2015 sieben mit Benzin gefüllte Glasbehälter, sogenannte Molotow-Cocktails, auf die leerstehende Schule im Stadtteil Prohlis geworfen haben. In das Gebäude sollten wenige Tage später Flüchtlinge einziehen. Das an der Eingangstür und der Fassade entfachte Feuer konnte schnell gelöscht werden, Menschen wurden nicht verletzt.

Zuvor hatte es heftige Proteste dagegen gegeben, dass das Gebäude neben einer Grundschule als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden sollte. Aus diesem Grund waren die Kinder umquartiert worden, die Flüchtlinge zogen mit Verspätung ein. Der 33-Jährige und zwei Mittäter befinden sich in Untersuchungshaft.

dpa

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