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Problem Alltagskriminalität: Dresdner Polizei verzeichnete 2012 mehr Straftaten

Problem Alltagskriminalität: Dresdner Polizei verzeichnete 2012 mehr Straftaten

Die Dresdner Polizei hat mit einer steigenden Zahl von Straftaten zu kämpfen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik für die Stadt, die am Mittwoch vorgestellt wurde, gab es im Vorjahr 55.004 erfasste Straftaten.

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Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll

Quelle: Stephan Lohse

Das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Positiv ist: Auch die Zahl der aufgeklärten Straftaten stieg. Trotzdem kamen auf 1000 Einwohner mehr als 10 Fälle. Der entstandene finanzielle Schaden stieg deutlich.

Laut Polizeipräsident Dieter Kroll kämpfen die Beamten dabei vor allem mit der immer weiter steigenden Alltagskriminalität. „Trotz aller bisherigen Bemühungen steigen die Bestände an unerledigten Ermittlungsverfahren stetig an“, so Kroll. So ist fast jeder zweite erfasste Fall ein Diebstahl. Hier stiegen die Fallzahlen stark an. Zwar wurde aus Dachböden, Kellern oder Waschküchen weniger entwendet als im Vorjahr, dafür wurde deutlich mehr aus Büros oder Werkstätten gestohlen. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg deutlich, wobei hier ein Gutteil des Zuwachses auf die im Dezember gefasste „Balkonbande“ geht, die für mehr als 90 Einbrüche verantwortlich war.

Wie bereits in der sachsenweiten Statistik ersichtlich war, gab es zudem mehr Auto- und Fahrraddiebstähle. 1155 Mal versuchten Langfinger in Dresden ein Auto zu stehlen, fast 4000 Mal wurden Fahrräder entwendet. „Die Polizei hat allein nur wenig Möglichkeiten, nachhaltig Einfluss auf Kfz-Diebstähle zu nehmen. Die immer wieder geforderte Präsenz verdrängt bestenfalls örtlich und Fahndung bedeutet, nach Autos zu suchen, die bereits geklaut sind. Dreh- und Angelpunkt der Bemühungen, besser zu werden, müssen Fortschritte bei den grenzüberschreitenden Ermittlungen sein. Und da passiert zu wenig bis nichts. Im Zugzwang sehe ich hier die Justiz“, schätzt Polizeichef Kroll die Lage ein.

Kroll kündigte zudem organisatorische Veränderungen an: „Wir müssen arbeitsorganisatorische Voraussetzungen schaffen, um auf phänomenspezifische Lagen, wie beispielsweise die sogenannte Balkonbande im Vorjahr, schnell reagieren zu können. Im Klartext: Wir werden gegebenenfalls Kräfte der Polizeidirektion Dresden umgruppieren, um das Einbruchskommissariat der Kriminalpolizei zu verstärken. Zudem müssen wir die Fähigkeit ausbauen, schnell Sonderkommissionen oder Ermittlungsgruppen bilden zu können.“

sl

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