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Polizeipräsident distanziert sich von Revierleiter Dresden-Süd

Krawalle in Dresden-Prohlis Polizeipräsident distanziert sich von Revierleiter Dresden-Süd

Polizeipräsident Dieter Kroll hat sich zu dem Interview mit Uwe Waurich, dem Leiter des Reviers Dresden-Süd, geäußert und sich von den Aussagen des Polizeioberrates distanziert. Waurich habe von Kroll den Auftrag erhalten, ein Dialogangebot des Bürgerbündnisses "Flüchtlingshilfe Südost" anzunehmen.

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Polizeipräsident Dieter Kroll

Quelle: Carola Fritzsche

Dresden. Polizeipräsident Dieter Kroll hat sich zu dem Interview der Sächsischen Zeitung mit Uwe Waurich, dem Leiter des Reviers Dresden-Süd, geäußert und sich von den Aussagen des Polizeioberrates distanziert. Das Interview spiegle nicht die sogenannte Behördenmeinung der Polizeidirektion Dresden wider, so Kroll. Das gelte auch für die Bewertung der Krawalle am 9. Oktober vor einer Flüchtlingsunterkunft an der Boxberger Straße in Prohlis.

Waurich habe von Kroll den Auftrag erhalten, ein Dialogangebot der Mitglieder des Bürgerbündnisses "Flüchtlingshilfe Südost" anzunehmen. "Ich hoffe, wir können diese Chance, uns als Polizei zu erklären - und zu entschuldigen - nutzen. Aber: Es müssen auch bislang falsch dargestellt Dinge berichtigt werden", teilte Kroll mit.

Gleichzeitig stellte sich Dresdens oberster Polizist vor seine Kollegen: "Auch Polizeibeamte machen Fehler. In meinem Führungsverständnis dürfen sie auch Fehler machen. Es ist eine Frage der Fehlerkultur und des Stils, wie man als Vorgesetzter damit umgeht", erklärte Kroll und fügte hinzu, "mit der für unsere heutige Zeit so typischen politischen Verwertungslogik polizeilichen Handelns ist nur schwer umzugehen. Insbesondere deshalb, weil in dieser "Logik" aus dem Fehler des Einzelnen regelmäßig auf die Polizei als Ganzes geschlussfolgert wird. Das ist meines Erachtens nicht sachgerecht und nicht gerecht."

Am Abend des 9. Oktobers hatte ein Rechter Mob eine Veranstaltung der Initiativen Prohlis ist bunt und des Netzwerks Flüchtlingshilfe Südost vor der Flüchtlingsunterkunft an der Boxberger Straße gesprengt. Waurich hatte den Initiativen im Interview mit der Sächsischen Zeitung vorgeworfen, die Eskalation durch das Beharren auf der Veranstaltung provoziert zu haben. Dies traf unter anderem bei den Initiativen auf Unverständnis.

Hauke Heuer

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Krawalle vor Asyl-Heim in Prohlis - Revierchef gibt Initiativen Mitschuld an Eskalation

Der Leiter des Polizeireviers Dresden-Süd, Uwe Waurich, hat sich in der vergangenen Woche in einem Interview zu den Krawallen vom 9. Oktober vor dem Schulkomplex an der Boxberger Straße in Prohlis geäußert und die Initiativen „Prohlis ist bunt“ und „Netzwerk Flüchtlingshilfe Südost“ beschuldigt.

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