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Polizeikontrolle gegen Autodiebe in Dresden – Fahrer zeigen größtenteils Verständnis

Polizeikontrolle gegen Autodiebe in Dresden – Fahrer zeigen größtenteils Verständnis

Der Kampf gegen den Autodiebstahl in Dresden hat am Mittwochmorgen den Verkehr auf der Bergstraße empfindlich ausgebremst. Im Rahmen der Operation „Helios“, bei der die Polizei mit einem Großaufgebot die Diebesbanden aus der Stadt drängen will, hatten die Ordnungshüter im morgendlichen Verkehr eine umfangreiche Kontrolle angesetzt.

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Im Kampf gegen Autodiebe mussten am Mittwochmorgen die Autofahrer warten.

Quelle: Stephan Lohse
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Verkehrskontrolle auf der Bergstraße in Dresden - die Polizei will so Autodiebe aus der Stadt drängen.

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Seit 4 Uhr waren insgesamt 70 Beamte im Einsatz, so Polizeisprecher Thomas Geithner. Auf der Bergstraße stadtauswärts wurde der Verkehr ab der Kreuzung Mommsenstraße gestoppt. In kleinen Gruppen wurden die Fahrzeuge kontrolliert. „Guten Morgen, verdachtsunabhängige Fahrzeugkontrolle. Führerschein und Fahrzeugschein bitte“ sagten die Polizisten im Minutentakt.

Acht Mitarbeiter in gelben Warnwesten kontrollierten die Papiere, glichen sie mit den Fahrzeugdaten ab und warfen bei großen Autos einen Blick in den Kofferraum. Etwa die doppelte Anzahl an Einsatzkräften sicherte die Kontrolle ab oder wies die Autos ein. Es sollte kein Verdacht entstehen, die Kontrolle sei Abzocke, so Thomas Geithner. Deswegen kontrollierten die Beamten ausschließlich, ob das Auto von dem gefahren wird, der das auch darf. Kleine Ordnungswidrigkeiten wie ein Handy am Ohr oder ein fehlender Sicherheitsgurt wurden ausnahmsweise nicht geahndet.

Auch wenn sich der Verkehr schnell bis zum Fritz-Förster-Platz zurück staute und für Wartezeiten von durchschnittlich zehn Minuten sorgte, nahmen es die meisten Betroffenen gelassen. „Kontrolle ist schon besser“, meinte beispielsweise Elke Domke aus Dresden. Auch die zahlreichen tschechischen und polnischen Fahrer, die ebenso überprüft wurden, blieben ruhig. Die seien eher überrascht und nervös wegen der Sprache, sagte der tschechische Polizeikommissar Tomáš Lejček, der die Dresdner Kollegen unterstützte. In ihrem Heimatland würden einige entschieden schneller ungehalten, verriet er augenzwinkernd.

Andere zeigten sich zwar genervt von der Verzögerung auf dem Weg zur Arbeit, gemeckert wurde aber kaum. „Das ist schon OK. So etwas muss mal sein“, sagte Mario Kühn. „Ich komme jetzt zu spät auf Arbeit“, beschwerte sich hingegen ein anderer Fahrer.

Eine Kontrolle dieser Art werde in Dresden definitiv nicht zum Normalfall, beruhigte Polizeisprecher Geithner. Aber sie sei ein Element, die Autoschieberbanden aus der Stadt zu drängen und die Kontrolldichte zu erhöhen. Es gab aber zu, dass solche Kontrollen alleine nicht zielführend sind. Denn die professionellen Banden arbeiten meist mit einem Vorauskommando, das vor Kontrollen warnt. Um dies zu verhindern, seien weitere Kräfte in der Umgebung aktiv, so Geithner. Damit sollten diejenigen erwischt werden, die die Kontrolle bewusst umfahren.

Gegen 8 Uhr änderten die Beamten ihren Standort und setzten die Kontrollen auf der Bautzner Straße fort. Insgesamt 868 Fahrzeuge wurden nach Polizeiangaben am Mittwoch von den Ordnungshütern überprüft.

Ein Autodieb wurde bis zum Vormittag tatsächlich nicht geschnappt. Laut Geithner spürten die Beamten allerdings Diebesgut auf. In einem polnischen Transporter fand sich eine Schleifmaschine, die in Brandenburg als gestohlen gemeldet war. Unterdessen wurde in der Reitbahnstraße erneut ein Skoda Octavia gestohlen, auch in diesem Fall ist der Dieb der Polizei bisher unbekannt.

Stephan Lohse/STH

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