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Polizei schnappt Schleuserbande mit Reisebus in Dresden - Menschen in Hohlräume gedrängt

Polizei schnappt Schleuserbande mit Reisebus in Dresden - Menschen in Hohlräume gedrängt

Die Bundespolizei hat am ersten Weihnachtstag in Dresden einer offenbar seit mehreren Monaten agierenden Schleuserbande das Handwerk gelegt. Zwei 50 und 51 Jahre alte Griechen georgischer Herkunft stehen im Verdacht, über präparierte Busse mindestens zwölf Ausländern die Einreise nach Deutschland ermöglicht zu haben.

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Am Hauptbahnhof in Dresden war für die Schleuserbande Schluss.

Quelle: dpa

Die beiden Busfahrer sollten am Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Bundespolizei sieht in dem Duo die Anführer einer Schleuserbande. Den Angaben zufolge reisten sie am Sonntagmittag über die Autobahn A17 von Tschechien nach Deutschland ein. In Verdacht geriet ihr blauer Bus den Angaben zufolge auch dadurch, weil er an der Autobahn-Abfahrt Heidenau abfuhr. „Das ist für ein Reiseunternehmen eher ungewöhnlich“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Fahnder blieben deshalb dran und kontrollierten den Bus am Dresdner Hauptbahnhof. Dabei entdeckten sie nicht nur die 27 griechischen Reisenden, die offiziell an Bord waren - sondern auch sechs zusätzliche Fahrgäste. Dazu kamen sechs weitere Fahrgäste, die den Bus bereits vor der Kontrolle am Bahnhof verlassen hatten, von der Bundespolizei aber dennoch aufgegriffen werden konnten.

Die Identität der zwölf unerlaubt Eingereisten blieb auch noch bis Montag ungeklärt. „Teilweise hatten sie keine Ausweispapiere bei sich“, sagte der Bundespolizeisprecher. Vermutlich stammten sie aus dem Irak oder - was wahrscheinlicher sei - aus Afghanistan, fügte er hinzu. Zumindest zeitweise waren sie während der Nonstop-Fahrt von Athen nach Dresden in Hohlräumen untergebracht, die nicht belüftet und von außen verschlossen waren. Damit habe für sie Lebensgefahr bestanden, hieß es weiter.

Bei früheren Fällen hätten Zeugen angegeben, während der ganzen Fahrt dort eingepfercht gewesen zu sein, nicht nur während der Grenzübertritte. „Ob das wirklich so war, wissen wir nicht“, sagte der Bundespolizeisprecher. Zu den in der Vergangenheit per Bus nach Deutschland eingeschleusten Ausländern gehörten den Angaben zufolge nicht nur junge Männer, sondern auch Familien mit Kindern.

mro

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