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Polizei räumt Blockade vor Turnhalle Thäterstraße - Flüchtlinge treffen ein

Übigau Polizei räumt Blockade vor Turnhalle Thäterstraße - Flüchtlinge treffen ein

Nach mehreren Wochen des Abwartens hat die Dresdner Polizei am Donnerstagmorgen die Blockade von Anwohnern vor der Turnhalle Thäterstraße in Übigau geräumt. Ein Großaufgebot der Polizei machte den Zugang zu der Halle frei. Nur wenig später trafen bereits die ersten Flüchtlinge ein.

Dresden. Nach mehreren Wochen des Abwartens hat die Dresdner Polizei am Donnerstagmorgen die Blockade von Anwohnern vor der Turnhalle Thäterstraße in Übigau geräumt. Ein Großaufgebot der Polizei machte den Zugang zu der Halle frei. Nur wenig später trafen bereits die ersten Flüchtlinge ein.

Am 1. Oktober hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) verkündet, dass die Stadt zur Unterbringung von Asylsuchenden vier Turnhallen nutzen muss, eine davon an der Thäterstraße. Noch am gleichen Abend begann eine Menge aus Anwohnern und Pegida-Sympathisanten damit, den Zugang zu sperren. Auch Gesprächsversuche von OB Hilbert und Ortsamtsleiter Christian Wintrich blieben ohne Ergebnis.

Am Donnerstag rückte kurz vor 9 Uhr schließlich die Polizei an. Sechs Menschen mussten weggetragen werden, der Rest der knapp 20 anwesenden Blockierer machte freiwillig Platz.

An der Thäterstraße in Übigau wurde die Blockade der Anwohner geräumt.

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Noch vor 10 Uhr war der Weg frei. Während die Polizei das Gelände weiter absicherte, begann eine Firma damit, die Turnhalle für die bis zu 59 erwarteten Flüchtlinge vorzubereiten, die die Stadtverwaltung hier einquartieren will. Wenig später waren die ersten 40 Menschen schließlich da.

Kaum in der Halle angekommen, drehten die Flüchtlinge jedoch um. Offenbar war ihre bisherige Unterkunft, die Erstaufnahmeeinrichtung Nöthnitzer Straße, bequemer, ruhiger, in ihren Augen besser geeignet. Fragen konnte unser DNN-Reporter die Flüchtlinge nicht. Ein Sicherheitsdienst schirmte das Gelände ab. Erst als am Mittag das Essen kam, beruhigte sich die Lage. Die Asylsuchenden gingen erst einmal zurück in die Halle. Laut Dresdens Asyl-Koordinator Sven Mania sei der Grund für den Ärger, dass die Halle bei Ankunft der Menschen noch nicht fertig eingerichtet war. Das habe für Irritationen gesorgt.

Davor standen noch etwa 50 Menschen und diskutierten mit Ordnungsamtschef Ralf Lübs und Ortsamtsleiter Wintrich, ob und wie ihre Mahnwache stehen bleiben darf. Unter den anwesenden waren dabei aber längst nicht nur Anwohner. Auch Neonazis hatten sich darunter gemischt. Die Polizei blieb mit einer Wache vor Ort, eine dauerhafte Präsenz ist laut Polizei-Sprecher Thomas Geithner aber bislang nicht geplant.

DNN

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