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Polizei rätselt: Seit Montag ruht die Einbruchsserie im Dresdner Osten

Polizei rätselt: Seit Montag ruht die Einbruchsserie im Dresdner Osten

Wie vom Erdboden verschluckt sind seit Montag die Serieneinbrecher, die die Polizei seit dem 21. Februar in Atem gehalten haben. 13 Fälle registrierten die Beamten allein in den Abend- und Nachtstunden am vergangenen Freitag und am Sonnabend, fünf weitere bis zum Montagmorgen.

Seitdem ist Ruhe. Nachdem die Zahl der Taten zuletzt fast täglich gestiegen ist, fiel sie plötzlich auf „Null".

Womöglich ist das eine trügerische Ruhe. Die Polizei hat keine schlüssige Erklärung für diese Tatsache. „Der Abbruch kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Letztlich bleiben alle Gründe Spekulationen, die wir derzeit nicht öffentlich machen werden", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Aus Sicht der Ermittler hat diese Situation gute und weniger gute Seiten.

Gut: Die Fahnder haben Zeit, alle Erkenntnisse aufzuarbeiten, zu sortieren und zu analysieren, darunter auch die knapp 100 Hinweise, die bislang aus der Bevölkerung zu dieser Einbruchsserie eingegangen sind. Weniger gut: Das macht die Aufklärung der Einbruchsserie nicht einfacher, auch „weil die Möglichkeit, einen Täter auf frischer Tat festzunehmen, entfällt", sagte Geithner.

Unterdessen bleibt die Einbruchserie bei den Anwohnern in den betroffenen Wohngebieten nicht ohne Wirkung. „Eigentlich bin ich es gewohnt, die Rollläden vor meinen Fenstern immer oben zu lassen. Aber weil ich im Erdgeschoss wohne und Angst habe, mache ich sie jetzt meistens runter", erzählt die 69-jährige Frau Müller aus der Gasteiner Straße, in der am vergangenen Wochenende mehrfach in Wohnungen eingebrochen wurde. Sie fühle sich auf diese Weise zumindest ein klein wenig sicherer, so Müller. Dennoch sind nicht alle Anwohner in gleichermaßen alarmiert.

„Ich habe bisher von diesem Problem noch gar nichts mitbekommen, ansonsten hätten wir uns ja gemeldet. Eigentlich habe ich nur gemerkt, dass es erneut einen Einbruch gegeben hat, wenn mal wieder die Polizei vor der Tür stand", berichtet der 78-jährige Rudolf Kunze. Der gleichaltrige Peter Peterzelt hofft dass der Spuk bald ein Ende hat: „Ich bin zwar nicht betroffen und kann daher die Situation nicht genau beurteilen. Dennoch wäre es schön, wenn die Einbrüche bald aufhören." 70 Einbrüche rechnet die Ermittlungsgruppe „Balkon" der Dresdner Polizei den Serientätern bislang zu.

Aus den Hinweisen, die dazu bei den Fahndern eingegangen sind, ergab sich bisher noch keine heiße Spur. „In einigen Fällen werden die Hinweisgeber jedoch nochmals persönlich durch die Ermittler aufgesucht, um möglichst weitere Details zu erfragen", betonte Geithner. Diese Befragungen seien noch nicht abgeschlossen.

Stephan Hönigschmid und Christoph Springer

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