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Polizei mit Dresden-Einsatz am 13. und 18. Februar zufrieden - Fünf Millionen Euro Kosten

Polizei mit Dresden-Einsatz am 13. und 18. Februar zufrieden - Fünf Millionen Euro Kosten

Die Polizei sieht ihr neues Konzept für die Einsätze rund um den 13. Februar in Dresden aufgegangen. Trotz kleinerer Rangeleien seien die Demonstrationen am Samstag und auch am 13. Februar sehr friedlich verlaufen, sagte Innenstaatssekretär Michael Wilhelm am Sonntag in Dresden.

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Polizisten am 18. Februar 2012 in Dresden.

Quelle: Stephan Lohse

Beamten hätten mitunter Pöbeleien über die Schmerzgrenze hinaus ertragen müssen, sich aber bewusst zurückgehalten. „Mir ist unverständlich, dass jungen Menschen die Polizei einfach nicht als Teil des Staates ansehen sondern als Menschen, die man straflos beleidigen kann", wunderte sich Wilhelm. Trotzdem sei man mit dem Einsatz aber zufrieden.

„Die Kunst bestand darin, auch mal einen Schritt zurückzugehen", sagte Einsatzleiter Horst Kretzschmar. Eine „verdeckte Präsenz" und eine „Deeskalationsstrategie" hätten zur Entspannung beigetragen. Anders als im Vorjahr hatte die Polizei in diesem Jahr Proteste gegen Neonazis in Sicht- und Hörweite erlaubt. „Der Versammlungsteilnehmer hatte Vorfahrt", fasste Kretzschmar die neue Strategie der Beamten zusammen.

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Bis zu 10.000 Personen haben am 18. Februar 2012 in Dresden friedlich mit Dresden-Nazifrei demonstriert.

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Tatsächlich hielten sich die Beamten weitgehend zurück. Selbst als am Samstag auf der Carolabrücke mehrere schwarz vermummte Teilnehmer der Demo von Dresden-Nazifrei die Beamten provozierten und mit Böllern warfen, blieben die Einsatzkräfte ruhig. Zwar war es am Abend noch einmal zu einer kleinen Auseinandersetzung gekommen, laut Dresden-Nazifrei-Sprecher Stefan Thiele war hier aber ein Missverständnis die Ursache. So lobte selbst das Bündnis die Taktik der Polizei.

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Rund 1500 Menschen haben am Samstag mit der AG 13. Februar gegen Nazis demostriert, darunter auch Ministerpräsident Tillich und mehrere Dresdner Bürgermeister.

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Am Samstag hatten in Dresden wie schon am 13. Februar Tausende gegen Rechtsextremismus demonstriert - und das, obwohl Neonazis zuvor ihren Marsch abgesagt hatten. Da auch viele Linksautonome anreisten, hatte die Polizei nach den gewalttätigen Ausschreitungen im Vorjahr Randale nicht ausgeschlossen. Dieses Mal wurden sieben Beamte leicht verletzt, die meisten erlitten Knalltraumas durch Böller. Insgesamt waren rund 1600 Beamte im Einsatz, 5 Teilnehmer kamen in Gewahrsam.

Nach den Worten Kretzschmars trug eine „unausgesprochene Kooperation" mit den Organisatoren vom Bündnis Nazifrei zum friedlichen Verlauf bei. In deren Marsch hatten sich nach Polizeiangaben rund 6500 Menschen eingereiht, die Veranstalter sprachen von 10.000.

Laut Wilhelm kosten die Einsätze am 13. und 18. Februar Sachsen etwa fünf Millionen Euro. "im Bereich Kitas und Schulen wäre diese Geld sicherlich besser einzusetzen", sagte er. Der Staatssekretär will künftig einen eigenen Haushaltstitel für solche Großeinsätze.

dpa / cs

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