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Polizei bestätigt Existenz von Verbrecherbande in der Äußeren Neustadt

Polizei bestätigt Existenz von Verbrecherbande in der Äußeren Neustadt

Immer wieder ist es in den vergangenen Wochen und Monaten zu Raubüberfällen in der Äußeren Neustadt gekommen. Die Polizei bestätigt nun die Häufung der Fälle und will den geografischen Kriminalitätsbrennpunkt auf der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee ausgemacht haben.

Die Täter sollen alle aus einer noch nicht näher bestimmten Tätergruppe stammen.

„Nach übereinstimmenden Personenbeschreibungen von Zeugen handelt es sich um Nordafrikaner, die immer wieder durch räuberischen Diebstahl auffallen. Die Größe und Zusammensetzung der Gruppierung ist derzeit nicht bekannt“, sagte Thomas Geithner, Sprecher der Dresdner Polizei. Die Täter treten meistens in Gruppen von zwei bis drei Personen auf und fordern von ihren Opfern unter Androhung von Gewalt Handys und Bargeld.

Die Männer, die alle in den Zwanzigern sind, lassen ihren Drohungen gerne Taten folgen. So schlugen sie am 1. September einem 18-Jährigen auf der Alaunstraße ins Gesicht, um ihm anschließend das Handy abzunehmen. Ein 17-Jähriger wurde am 6. Oktober mit vorgehaltenem Messer an der Rückseite des Bahnhofs Dresden-Neustadt dazu gezwungen, seine beiden Rucksäcke herzugeben. Vier Tatverdächtige konnte die Polizei bisher stellen. Alle stammen aus Tunesien.

Wie die Beamten mitteilten, besteht der Verdacht, dass es sich bei den Räubern um die organisatorischen Nachfolger der „tanzenden Diebe“ handelt. Diese hatten 2011 und 2012 die Neustadt unsicher gemacht, indem sie ihre Opfer in einen lustig erscheinenden „Tanz“ verwickelt haben. Als die vermeintliche angenehme Begegnung vorbei war, griffen die Mittänzer in leere Taschen und waren ihrer Wertgegenstände entledigt.

„Aufgrund der Häufung der Taten haben wir die Polizeipräsenz an den Wochenenden in den betroffenen Bereichen erhöht. Uniformierte Beamte des Reviers Nord und zivile Polizisten der Kriminalpolizei sind gerade in den Abendstunden im Einsatz“, sagt Geithner. Die entsprechenden Personengruppen würden gezielt angesprochen und kontrolliert. Davon, dass die Neustadt ein Herd der Kriminalität wird, könne jedoch keine Rede sein. Die Zahl der Straftaten sei mit den Vorjahren vergleichbar, sagte Geithner.

Hauke Heuer

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