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OAZ übernimmt Ermittlungen zu Morddrohung gegen Staatsanwalt

Pegida-Galgen OAZ übernimmt Ermittlungen zu Morddrohung gegen Staatsanwalt

Die Morddrohung gegen einen Dresdner Staatsanwalt im Zusammenhang mit einer Galgenattrappe bei einer Pegida-Demonstration beschäftigt nun das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei. „Die Ermittlungen laufen, zum Sachverhalt äußern wir uns nicht“, sagte eine Sprecherin.

Leipzig/Dresden. Die Morddrohung gegen einen Dresdner Staatsanwalt im Zusammenhang mit einer Galgenattrappe bei einer Pegida-Demonstration beschäftigt nun das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei. „Die Ermittlungen laufen, zum Sachverhalt äußern wir uns nicht“, sagte eine Sprecherin am Freitag in Leipzig. Gegenstand sei die E-Mail eines noch Unbekannten. Bei der Dresdner Staatsanwaltschaft waren am Mittwoch mehrere Mails mit anonymen Absendern eingegangen, sie hatte ein Verfahren wegen Bedrohung eingeleitet.

Unter anderem war dem Staatsanwalt, der am Vortag über Ermittlungen zum Pegida-Galgen informiert hatte, mit „Erschießen“ und dem „Tag der Abrechnung“ gedroht worden. Der Mann, der die für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) „reservierte“ Galgenattrappe zur Schau gestellt hatte, ist laut Polizei bisher nicht identifiziert.

Pegida am 12. Oktober 2015 in Dresden

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Der Fall löste bundesweit Empörung aus. Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) hatte die Anfeindungen „aufs Schärfste“ verurteilt, Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sprach von einer „unsäglichen Grenzüberschreitung“. „Jedem sollte klar sein: Justiz und Rechtsstaat werden sich nicht einschüchtern lassen“, erklärte er und verisicherte, dass Bedrohung und radikale Hetze weiter mit der ganzen Härte des Rechts verfolgt werden.

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Demonstrationen
Die Person, die die für Bundeskanzlerin Merkel und Bundeswirtschaftsminister Gabriel «reservierte» Galgenattrappe zur Schau gestellt hatte, wird nach wie vor gesucht.

Der Staatsanwalt, der wegen einer Galgenattrappe bei einer Pegida-Demonstration ermittelt, hat Morddrohungen erhalten. In der Poststelle der Dresdner Staatsanwaltschaft sind mehrere entsprechende E-Mails eingegangen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums.

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