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Notruf nicht erreichbar - Unwetter am Dienstag legte auch Rettungsdienste lahm

Notruf nicht erreichbar - Unwetter am Dienstag legte auch Rettungsdienste lahm

Am Dienstagnachmittag legte der Starkregen nicht nur den Straßenverkehr lahm. Auch der Notruf der Dresdner Feuerwehr war überlastet. Thomas Mende, Sprecher der Dresdner Feuerwehr, bestätigte die Überlastung der Notrufzentrale.

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Quelle: dpa

So geschehen am Dienstagnachmittag, als über Dresden ein heftiges Unwetter niederging und die halbe Landeshauptstadt unter Wasser stand. Eine Frau war im Foyer des UFA-Palastes an der Petersburger Straße gestürzt, weil Wasser unter der Eingangstür in das Gebäude lief und den Steinfußboden in eine Rutschbahn verwandelte. Sie zog sich leichte Verletzungen zu. Wie das Kino auf DNN-Anfrage mitteilt, versuchten die Angestellten von 16 bis 16.45 Uhr bei der Leitstelle einen Notruf abzusetzen. Hier ging jedoch niemand ran. Schlussendlich wurde die Frau in ein Taxi gesetzt und in das Uniklinikum gefahren.

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Aufräumarbeiten in Meißen am Mittwoch.

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Thomas Mende, Sprecher der Dresdner Feuerwehr, bestätigt die Überlastung der Notrufzentrale. „Da innerhalb von kürzester Zeit rund 190 Notrufe eingingen, die mit dem Unwetter in einem direkten Zusammenhang standen, waren unsere Leitungen längere Zeit überlastet“, erklärt Mende. Zwar seien die besetzten Leitungen kurz vor dem Ereignis von regulär zehn auf zwölf erhöht worden. Bei einem derartigen Andrang hätte man allerdings auch mit wesentlich mehr Telefonen keine Chance gehabt“, so Mende.

Der Grund für die prekäre Lage liegt für den Feuerwehrsprecher auf der Hand: „Bei vielen Leuten drückte das Wasser durch die Toilette oder in den Keller. Diese Situationen entspannen sich meist nach kurzer Zeit. Das Wasser läuft wieder ab oder muss eben aufgewischt werden. Dennoch rufen die Bürger die Feuerwehr, was auch verständlich ist“

Die Leitstelle würde in solchen Situationen generell versuchen, Prioritäten zu setzen und Einsatzkräfte dorthin zu schicken wo Personen in Gefahr schweben. Wenn die Betroffenen nicht durchkommen, sei diese Abwägung leider gar nicht erst möglich, so Mende. Die Kapazitäten sollen trotzdem nicht ausgebaut werden, da derartige Situationen sehr selten sind. „Zum letzten Mal war die Leitstelle während des Orkans Kyrill im Jahr 2007 überlastet. Es lohnt sich nicht, teuere Leitungen einzurichten und Personal bereit zu stellen, wenn diese Kapazitäten nur einmal in zehn Jahren gebraucht werden“, sagt Mende und empfiehlt den Anrufern, während einer Überlastungsphase nicht frustriert aufzulegen, denn nach einem erneuten Versuch landen sie wieder ganz hinten in der Warteschleife.

Hauke Heuer

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