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Nazi-Demo am Hauptbahnhof nach Leipzig verlegt -Hunderte Rechtsradikale in Plauen

Nazi-Demo am Hauptbahnhof nach Leipzig verlegt -Hunderte Rechtsradikale in Plauen

Überraschende Wende im Fall der angemeldeten Nazi-Demo am Dresdner Hauptbahnhof: Da die Rechtsextremen auf Grund der massiven Gegenproteste nicht wie gewünscht durch die Südvorstadt ziehen konnten, weicht die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland nach Leipzig aus! Die dortige Polizei rechnet mit etwa 250 Rechtsextremen.

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Quelle: Dirk Knofe

Augenzeugen berichten allerdings, dass die meisten der knapp 500 Nazis am Bahnhof in Züge in Richtung Umland gestiegen seien, also sich auf die Heimreise machen würden. „Die Polizei bereitet sich derzeit auf alle Eventualitäten vor", sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei. Es gebe weder eine Anmeldung noch eine Genehmigung für eine Veranstaltung in Leipzig. Das bestätigte auch der Leiter des Leipziger Ordnungsamtes Heiko Rosenthal. „Uns liegt bis jetzt nichts vor und es hat im Vorfeld auch keine Auflagen für eine solche Veranstaltung gegeben."

Die Polizei habe sich auf die Ankunft der Rechten und mögliche Krawalle mit Linksextremen intensiv vorbereitet, sagte ein Sprecher. Der Regional-Express hatte Dresden nach Angaben der Deutschen Bahn bereits mit 20 Minuten Verspätung verlassen. Der Zug sollte gegen 18.00 Uhr im Leipziger Hauptbahnhof ankommen. Die Bundespolizei hatte im Vorfeld mit 500 bis 600 Rechten gerechnet, die nach Leipzig fahren würden.

Zuvor hatten Tausende Gegendemonstranten mit Sitzblockaden verhindert, dass die Rechtsextremen wie gewünscht durch die Südvorstadt ziehen konnten. Allerdings kam es am Rand der Gegenproteste auch zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Antifa und Polizei. Die Linken errichteten brennende Barrikaden, die Polizei antwortete mit Wasserwerfern und Reizgas. Mehrfach stieg dunkler Qualm über der Stadt auf.

Unübersichtlich ist die Situation weiter in Dresden-Plauen. Dort hatten sich am Mittag etwa 300 Nazis versammelt, die nach einem kurzen Scharmützel mit der Polizei vor dem dortigen Gymnasium standen. Gegen 15 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und traf zusammen mit weiteren Rechtsradikalen kurz darauf am Plauenschen Ring ein. Dort kam es am Nachmittag zu kurzen Zusammenstößen mit Linksautonomen, vor allem in der Klingenberger Straße trafen beide Gruppen direkt aufeinander, flogen Steine.

Danach gelang es der Polizei dank zusätzlicher Einsatzkräfte, beide Seiten zu treffen. Gegen 17.30 Uhr standen sich noch etwa 700 Nazis auf dem Weiskopf-Platz und etwa 100 versprengte Gegendemonstranten in den umliegenden Straßen gegenüber, Augenzeugen berichten von einer aufgeheizten Stimmung. Die Rechtsradikalen bewegten sich aber langsam zu ihren dort bereitgestellten Bussen.

sl / dpa

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