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Nach tödlichem Streit in Dresdner Asylbewerberheim: Betreiber prüft Konzept - Motiv weiter unklar

Nach tödlichem Streit in Dresdner Asylbewerberheim: Betreiber prüft Konzept - Motiv weiter unklar

Nach dem gewaltsamen Tod eines Marokkaners im Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau will der Betreiber Human Care GmbH das Sicherheitskonzept überprüfen.

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Anfang 2015 zogen 40 Asylbewerber in das Wohnheim an der Tharandter Straße.

Quelle: Tanja Tröger

Der Verein „Willkommen in Löbtau“ sorgt sich um die verbliebenen Bewohner, die gerade jetzt Unterstützung benötigten.  

Die Human Care GmbH ist der derzeitige Betreiber und bedauert den tödlichen Streit zutiefst, wie Volker Bühring, Landesbeauftragter für Sachsen, auf Anfrage von DNN erklärte. An diesem Montag will er sich persönlich ein Bild vor Ort machen. „Wir müssen nun prüfen, wie es weitergeht und ob wir an dem Sicherheitskonzept des Hauses etwas ändern müssen“, so Bühring. Eine externe Unterbringung der übrigen Bewohner sei aber vermutlich nicht geplant. Bei der Vorstellung des neuen Heims hieß es, das tagsüber ein Ansprechpartner zur Verfügung stünde und nachts ein Wachsschutz präsent sei. Das Asylbewerberheim an der Tharandter Straße wurde erst im Februar eröffnet und bietet Platz für 40 Bewohner.  

Das Heim in Löbtau bei der Eröffnung:

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Auch Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD, mitte), schaute am Freitag vorbei.

Zur Bildergalerie
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Das neue Asylbewerberheim in Dresden-Löbtau.

Quelle: Dominik Brüggemann

Der Verein „Willkommen in Löbtau“, der sich ehrenamtlich um die Asylbewerber in Löbtau kümmert, reagierte besonders betroffen und sorgt sich um die Stimmung im Viertel.  „Für uns ändert sich das Verhältnis zu den Bewohnern nicht. Anstatt Ablehnung benötigen die Asylsuchenden gerade jetzt Unterstützung durch das Netzwerk und die Nachbarschaft“, so Frederik Kuschewski, ein Sprecher des Netzwerks. Bei den Asylbewerbern bestehe die konkrete Angst, dass die Stimmung im Viertel kippt, was sich nach Vereinsangaben am Sonntag bereits zeigte. Im Beisein von Mitgliedern des Netzwerkes wurden sie auf offener Straße angepöbelt, da sie sich auf Arabisch unterhielten.    

Die Polizei hatte nach dem tödlichen Streit am Sonntag einen tatverdächtigen 28-jährigen Marokkaner festgenommen. Die beiden Männer waren am frühen Sonntagmorgen in Streit geraten, wie die Polizei mitteilte. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung erlitt das Opfer schwerste Verletzungen durch Messerstiche. Der Mann starb trotz medizinischer Notversorgung in dem Heim. Der Verdächtige soll am Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Auslöser für den tödlichen Streit bleibt unklar. Die Ermittlungen konzentrierten sich deshalb darauf, den genauen Tatablauf und die Motivlage zu klären, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern an.

dbr/ste

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