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Nach SEK-Einsatz in Dresden: Polizei findet Schreckschusswaffen

Wilsdruffer Straße Nach SEK-Einsatz in Dresden: Polizei findet Schreckschusswaffen

Nach einem SEK-Einsatz in der Dresdner Innenstadt hat die Polizei in der Nacht drei Schreckschusswaffen sowie entsprechende Munition gefunden. Mit mutmaßlich einer der Waffen hat ein 62-Jähriger am Abend einen SEK-Einsatz ausgelöst, an dem letztlich 97 Beamte beteiligt waren.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei ist am Montagabend zu einem Großeinsatz auf der Wilsdruffer Straße in Dresden ausgerückt. Augenzeugen berichteten von schwer bewaffneten Beamten, die samt Rammbock in den Häuserblock gegenüber der Altmarktgalerie einrückten.

Quelle: Roland Halkasch

Dresden. Nach einem SEK-Einsatz in der Dresdner Innenstadt hat die Polizei in der Nacht drei Schreckschusswaffen sowie entsprechende Munition gefunden. Mit mutmaßlich einer der Waffen hatte ein 62-Jähriger am Abend einen SEK-Einsatz ausgelöst, an dem letztlich 97 Beamte beteiligt waren.

Auslöser war laut Polizei der Streit zwischen dem 62-jährigen Anwohner des Hauses an der Wilsdruffer Straße und einem 47 Jahre alten Passanten. Der hatte sich am frühen Abend mit seinem Hund im Innenhof des Gebäudes aufgehalten. Nach einem Wortwechsel zwischen beiden Beteiligten erschien der 62-Jährige laut Mitteilung mit einer Art Pistole am Fenster und bedrohte den 47-Jährigen. Der brachte sich in Sicherheit und alarmierte die Polizei.

Polizeieinsatz Wilsdruffer Straße

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Die herbeigerufenen Beamten versuchten vor Ort mit den Bewohnern der betreffenden Wohnung in Kontakt zu kommen. Dies schlug jedoch zunächst fehl. Daraufhin wurde die Umgebung abgesperrt und Spezial-Kräfte hinzugezogen. Besucher umliegender Restaurants und eines Fitnessstudios wurden einzeln oder in kleinen Gruppen aus dem abgesperrten Bereich gebracht.

Am späten Abend konnte dann die hinzugezogene Verhandlungsgruppe der Polizei Kontakt zu dem 62-Jährigen aufnehmen. Nach Ende des Einsatzes wurde die Wohnung des Mannes durchsucht, wobei die drei Schreckschusswaffen gefunden und beschlagnahmt wurden. Ob es sich bei einer der Waffen um die Pistole handelt, mit der der Beschuldigte den 47-Jährigen bedrohte, wird noch geprüft. Bislang ist der 62-Jährige nicht durch andere Straftaten aufgefallen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Motiv des Mannes sei bisher nicht bekannt.

Die Wilsdruffer Straße war von 20.15 Uhr bis 23.40 Uhr zwischen Altmarkt und Postplatz gesperrt. Die Dresdner Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen. Ein Zusammenhang mit Kundgebungen von Anhängern und Gegnern des fremdenfeinlichen Pegida-Bündnisses, die am Abend ganz in der Nähe abgehalten wurden, bestand laut Polizei nicht.

DNN (mit dpa)

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