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Nach Drogenrazzia auf der Prager Straße: Augenzeugen kritisieren Umgang mit den Verdächtigen

Nach Drogenrazzia auf der Prager Straße: Augenzeugen kritisieren Umgang mit den Verdächtigen

Razzia auf der Prager Straße: Auf der Einkaufsmeile und vor dem Hauptbahnhof waren am Dienstag 40 Polizisten im Einsatz. Die Beamten fahndeten nach Drogendealern, kontrollierten Verdächtige und fanden dabei auch Rauschgift.

Einem Zivilfahnder wurden bei diesem Einsatz sogar Drogen zum Kauf angeboten, berichtete gestern Polizeisprecher Marko Laske.

Um 14 Uhr schwärmten die Beamten aus. Hintergrund des Einsatzes waren Beschwerden von Anwohnern und Ladenbesitzern. Sie haben auf der "Prager" immer wieder Verdächtige beobachtet. Diese Männer handeln mit Rauschgift, so die Vermutung. Außerdem vermutete die Polizei, dass Ladendiebe unterwegs sind, die Waren stehlen und dann verkaufen, um sich Geld für Drogen zu beschaffen.

Der Großeinsatz gab den Beamten Recht. Sie kontrollierten am Dienstag zwischen 14 und 22 Uhr insgesamt 24 Verdächtige, die zwischen 19 und 32 Jahre alt waren. Neun davon hatten Cannabis oder Crystal bei sich. Einem weiteren Verdächtigen nahmen die Beamten ein Paar Herrenschuhe ab, das aus einem nahe gelegenen Geschäft gestohlen worden war. Die zehn Männer wurden festgenommen.

Die erfolgreiche Aktion löste gestern dennoch Kritik aus. "Die Männer wurden mit Kabelbindern oder Handschellen hinter ihrem Rücken gefesselt und gezwungen, sich auf den Boden vor einen Bauzaun zu setzen", monierte eine Augenzeugin in einer Mail, die die DNN-Redaktion um 16.15 Uhr erreichte. Diese "groteske Szene" habe den Eindruck erweckt, dass die Männer öffentlich zur Schau gestellt würden. Die Polizei war am Nachmittag nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2014

cs

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