Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Mordverdacht - Polizei nimmt Mitarbeiter des LKA in Dresden fest

Mordverdacht - Polizei nimmt Mitarbeiter des LKA in Dresden fest

Es ist ein ungeheuerlicher Verdacht, unter welchem am Donnerstag ein Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) festgenommen wurde: Statt an der Aufklärung von Verbrechen mitzuarbeiten, soll er selbst einen grausamen Mord an einem Mann aus Hannover begangen haben.

Voriger Artikel
"Eine neue Form des Bösen" - Psychiater über Tötung auf Verlangen
Nächster Artikel
Einbrecher hebeln Fenster von Büros und einer Wohnung auf

Polzisten haben einen Polizeibeamten wegen Mordverdachts festgenommen.

Quelle: Roland Weihrauch

 

Die Polizei in Dresden wirft dem 55-Jährigen vor, einen vier Jahre älteren Mann aus Hannover ermordet zu haben. Der mutmaßliche Täter arbeitet im Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes, welches unter anderem die Aufgabe hat, die Beamten des Freistaates bei Ermittlungen zu Mordfällen zu unterstützen. Am Donnerstagnachmittag wurde der Mann aber von einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Pirna hinter Gitter geschickt.

Ein Kollege der Fahnder aus dem LKA und der Polizeidirektion Dresden steht damit unter Mordverdacht. Polizei und Staatsanwaltschaft lehnten es gestern unisono ab, Informationen zu Details der bisherigen Ermittlungsergebnisse zu geben. Dabei beriefen sich Oberstaatsanwalt Lorenz Haase, der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, und sein Kollege bei der Polizei, Sprecher Thomas Geithner, auf die noch laufenden Ermittlungen zu dem Mordfall.

Fest steht laut den Dresdner Beamten allerdings: Der mutmaßlich von dem sächsischen Polizisten getötete 59-Jährige galt in Hannover bereits seit Anfang November als vermisst. Die hannoversche Polizei wollte dies am Abend allerdings nicht bestätigen.

„Die beiden Männer kannten sich", sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Haase. Nähere Angaben lehnte er unter Verweis auf eine für heute angesetzte Pressekonferenz ab. Am späten Vormittag, so hieß es, wollten die Ermittler heute weitere Einzelheiten zu dem offenbar grausigen Mord bekannt geben.

Laut unbestätigten Angaben handelte es sich bei dem Tötungsdelikt um einen sogenannten Tod auf Verlangen, wie er etwa bei bestimmten Sexualpraktiken vorkommen kann. Dabei hat es der 55-Jährige aber offenbar nicht belassen, der LKA-Beamte soll die Leiche des 59-jährigen Niedersachsen außerdem zerstückelt haben.

Christoph Springer/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr