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Massenschlägerei im Kraftwerk Mitte in Dresden - Besucher kritisieren unfähiges Sicherheitspersonal

Massenschlägerei im Kraftwerk Mitte in Dresden - Besucher kritisieren unfähiges Sicherheitspersonal

In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend flogen im Kraftwerk Mitte am Wettiner Platz die Fäuste. Gegen zwei Uhr entwickelte sich im VIP-Bereich des Tanz-Tempels eine ausgewachsene Schlägerei, bei der mehrere Discobesucher gefährlich verletzt wurden.

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Im Kraftwerk Mitte an der Könneritzstraße entwickelte sich am vergangenen Wochenende ein kleiner Streit zu einer Massenschlägerei.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Auch die 23-jährige Anne (Name geändert) aus Dresden erlebte die Ausschreitungen an ihrem Tisch hautnah mit: "Nach wenigen Stunden friedlichen Feierns begann im Nachbarbereich ein Handgemenge auszuarten. Ein kleiner Streit entwickelte sich urplötzlich zu einer Massenschlägerei", erzählt sie. Auch ihr Tisch sei nicht verschont worden. Wie die 23-Jährige berichtet, trampelten die Krawallmacher den Glastisch nieder, an dem sie und ihre Freunde weilten, und warfen Gläser und Flaschen durch die Gegend. Besonders ärgerlich fand die Dresdnerin das Verhalten der Sicherheitskräfte: "Es dauerte ewig, bis das unqualifizierte Sicherheitspersonal einen Weg von etwa zehn Metern bis zu unserem Tisch zurücklegt hatte", so Anne.

Und auch nach der Ankunft der Wachleute gab es keine Besserung. "Anstatt den verprügelten Opfern zu helfen, redeten die Security-Mitarbeiter auch noch freundschaftlich mit den Schlägern." Das ärgere sie sehr, weil ihre Freunde schwere Verletzungen wie Schnittwunden oder gar einen Trommelfellriss davongetragen hätten.

Beim Sicherheitsdienst von "Ihre Wache", der bei der Veranstaltung im Einsatz war, kann man die Aufregung nicht verstehen. Die Mitarbeiter hätten sich nicht zu viel Zeit gelassen, sondern seien sofort vor Ort gewesen, um deeskalierend zu wirken. Auch den Vorwurf, einzelne Personengruppen zu mild behandelt zu haben, weise man von sich, erklärte ein Sprecher. Allerdings scheinen die Sicherheitskräfte das Problem nicht in den Griff bekommen zu haben, denn kurz vor drei Uhr rückte die Polizei mit einem 20 Mann starken Aufgebot an. "Bei der Auseinandersetzung bekamen ein 30-jähriger und ein 32-jähriger Mann aus der Menge heraus jeweils eine Flasche an den Kopf geschmissen. Sie haben Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet", informierte Polizeisprecher Marko Laske. Ein 18-Jähriger habe zudem Faustschläge ins Gesicht bekommen und daher ebenfalls Anzeige erstattet. Bisher seien die Täter aber genauso wie die Ursache für den Streit unbekannt, sagte der Sprecher.

Auch die 23-jährige Anne kennt nicht den Grund für die Eskalation, allerdings fand sie die ihrer Meinung nach vollkommen überfüllte VIP-Friends-Area nicht gerade förderlich für das menschliche Miteinander. "Es waren viel zu viele Leute in dem vermeintlichen VIP-Bereich. Das Barpersonal konnte dem Chaos kaum noch Herr werden." Es habe sich wohl herumgesprochen, dass es billiger sei, für 30 Euro in den VIP-Bereich zu gehen, als regulär Eintritt zu zahlen, denkt Anne.

Nach den Vorfällen wollte sie noch an dem Abend von Geschäftsführer Christian von Canal, der die Disco mit der E+E Event und Entertainment GmbH betreibt, ihr Geld zurück.

"Von den 30 Euro war etwa ein Drittel noch auf unserem Verzehrgutschein übrig. Zumindest das wollten wir zurückhaben." Christian von Canal habe jedoch darauf verwiesen, nicht zuständig zu sein. Auf DNN-Anfrage möchte er auch von Missständen an dem Abend nichts wissen. Zum einen sei der Friends-Bereich zwar ausgebucht, aber keinesfalls überfüllt gewesen. Zum anderen hätten die 15 Sicherheitskräfte alles unternommen, um die streitenden Parteien voneinander zu trennen, betont von Canal.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.02.2013

Hönigschmid, Stephan

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