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Mann von Elbströmung in Dresden weggerissen – Suche läuft weiter

Gefährliche Aktion Mann von Elbströmung in Dresden weggerissen – Suche läuft weiter

In Dresden ist am Freitagmorgen ein Mann in die Elbe gestiegen. Der 25-Jährige ist seitdem verschwunden. Die Polizei hat wenig Hoffnung, ihn lebend wieder zu finden. Dennoch suchen die Beamten seit Samstagmorgen weiter.

Symbolfoto
 

Quelle: Arno Burgi/dpa

Dresden. Aus einem Dumme-Jungen-Streich ist am Freitagmorgen bitterer Ernst geworden. Die leichtsinnige Aktion kostete wahrscheinlich ein Menschenleben. Wie die Polizei mitteilte, ist kurz vor acht Uhr ein junger Mann oberhalb der Carolabrücke in die Elbe gestiegen. Die Polizei sucht seit Freitag nach dem Vermissten – bislang ohne Erfolg.

Der 24-Jährige, der aus Indien stammt und gemeinsam mit zwei Freunden unterwegs war, absolviert laut eines Polizeisprechers in Dresden ein zweimonatiges Praktikum in einem Krankenhaus. Als er mit seinen Freunden an die Elbe kam, war er wahrscheinlich betrunken, so die Polizei. Die Männer hatten wohl zuvor ein indisches Fest gefeiert. An der Elbe entledigte sich der junge Mann seiner Kleidung und stieg in den Fluss, obwohl er offenbar nicht schwimmen konnte, so ein Beamter. Gegen die Wasserströmung hatte der Mann keine Chance. Er wurde sofort mitgerissen und tauchte unter.

Mitarbeiter der Sächsischen Dampfschiffahrt entdeckten den hilflosen Mann und ließen ein Rettungsboot zu Wasser. Aber auch sie konnten dem Mann nicht helfen. Seit Freitagmorgen ist er verschwunden. Die Polizei schließt nicht aus, dass er seinen Leichtsinn mit dem Leben bezahlt hat. Angesichts der starken Strömung, der Wassertemperatur und der mittlerweile verstrichenen Zeit bestehe laut Polizei kaum Hoffnung, den Vermissten lebend zu finden. Stundenlang hatten Polizei und Feuerwehr am Freitag mit einem Boot in der Elbe sowie am Ufer im Dresdner Stadtgebiet bis nach Niederwartha nach dem Vermissten gesucht. Am frühen Abend wurde die Suche vorerst eingestellt.

Sie wurde am Samstagmorgen kurz nach 8 Uhr wieder aufgenommen, wie ein Sprecher der auch für die Wasserschutzpolizei zuständigen Bereitschaftspolizei Leipzig sagte. Ein Boot der Wasserschutzpolizei und ein Hubschrauber seien im Einsatz. Gegen Mittag suchten die Beamten gerade rund um Meißen. Zusätzlich nähmen Streifenpolizisten die Uferbereiche unter die Lupe. Die Suche soll erneut bis zum späten Nachmittag laufen. Wo der junge Mann sich befinde, könne momentan Niemand sagen. „Das ist wie die Nadel im Heuhaufen.“

Von cs/dpa/ttr

Dresden, Carolabrücke 51.055143 13.75091
Dresden, Carolabrücke
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