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Letzter Tag in der 100 Jahre alten Feuerwache in Dresden-Neustadt

Berufsfeuerwehr zieht um Letzter Tag in der 100 Jahre alten Feuerwache in Dresden-Neustadt

Mit Kleiderständern beladen war der letzte Umzugslaster, der die Feuerwache an der Louisenstraße verlassen hat. Neuer Standort der Berufsbrandschützer ist die Fabricestraße in der Albertstadt. Der Termin für die Einweihung der neuen Wache steht bereits fest.

In der Äußeren Neustadt ist die Zeit der Feuerwehr jetzt Geschichte.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  In der Äußeren Neustadt ist die Zeit der Feuerwehr Geschichte. Am frühen Dienstagnachmittag verließ der letzte Umzugswagen die Wache an der Louisenstraße. Ab sofort fahren die Brandschützer von ihrem neuen Standort an der Fabricestraße aus zu ihren Einsätzen. Mit dem Abschied aus dem Szeneviertel geht die Berufsfeuerwehr einen weiteren Schritt, der bereits vor sieben Jahren im Brandschutzbedarfsplan verankert wurde. Die neue Wache an der Fabricestraße in der Albertstadt macht nicht nur das Ausrücken leichter, denn die Abstellhallen wurden genau entsprechend den Kriterien errichtet, die an ein solches Gebäude heutzutage gestellt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie deutlich breitere Ausfahrten hat als die Wache an der Louisenstraße, bei der die Fahrzeuglenker stets das Problem hatten, an den Türeinfassungen vorbei zu fahren, ohne sie zu berühren. Dass das nicht immer gelungen ist, zeigen Kratzspuren an den Einfahrten der Louisenstraße.

Problematisch waren an der alten Feuerwache stets aber auch die sogenannten Ausrückewege. Der einzige wirklich immer freie Weg führte zur Königsbrücker Straße, an der die Feuerwehr die Ampel so schalten konnte, dass der komplette Verkehr gestoppt wird, um die Einsatzfahrzeuge passieren zu lassen.

Das Grundstück für die neue Wache an der Fabricestraße hat die Stadt vor knapp sechs Jahren vom Freistaat gekauft. Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU), der auch für den Brand- und Katastrophenschutz zuständig ist, zählt zu den Vorteilen der neuen Wache unter anderem die kürzeren Wege zu den Chipfirmen im Dresdner Norden.

Bevor die neue Wache am 25. April offiziell eingeweiht wird, läuft ein knapp dreiwöchiger Probebetrieb. Unterdessen wird die alte Wache an der Louisenstraße für den Rettungsdienst präpariert. Notarztfahrzeuge und Retter sollen weiter von der Louisenstraße aus zu ihren Patienten fahren, das historische Gebäude bleibt in städtischer Hand. Die Wache in der Neustadt ist genau 100 Jahre alt. Sie wurde von Stadtbaurat Hans Erlwein errichtet. Vier Jahre dauerte der Bau, 1916 wurde das „Städtische Spritzenhaus“ übergeben.

Die neue Wache an der Fabricestraße ist deutlich schneller fertig geworden. An ihr wird seit 2014 gebaut, Anfang 2015 feierte die Stadt das Richtfest. Besonderheit: sie besteht aus einem Neubau für die Fahrzeuge und einer alten Kaserne, die saniert wurde. Die Baukosten hat die Stadt bislang stets mit rund 16 Millionen Euro angegeben.

Von Christoph Springer

Dresden, Louisenstraße 51.066471 13.753466
Dresden, Louisenstraße
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