Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Lange Haftstrafe für schwere Misshandlungen

Drei Jahre und acht Monate Lange Haftstrafe für schwere Misshandlungen

Es gibt Leute, die wären sich besser nie begegnet. Wolfgang B. und Jane S. zum Beispiel. Eineinhalb Jahre lebten die kleine zierliche Frau und der bullige Mann zusammen - meist mehr schlecht als recht. Gelegentlich gab es Streit und auch mal Schläge. Aber zweimal rastete Wolfgang B. total aus.

Voriger Artikel
Vermisster Senior aus Seidnitz wohlauf
Nächster Artikel
Vergewaltigung an der Münchner Straße war erfunden

Zweimal rastete Wolfgang B. total aus und attackierte seine Partnerin massiv.

Quelle: dpa

Dresden. Es gibt Leute, die wären sich besser nie begegnet. Wolfgang B. und Jane S. zum Beispiel. Beide haben so ihre Probleme, gelegentlich auch mit sich selbst. Eineinhalb Jahre lebten die kleine zierliche Frau und der bullige Mann zusammen - meist mehr schlecht als recht. Gelegentlich gab es Streit und auch mal Schläge. Aber zweimal rastete Wolfgang B. total aus und attackierte die Frau massiv. Er schlug die 40-Jährige, zog sie an den Haaren und würgte sie bis zur Bewusstlosigkeit. Der 43-Jährige verpasste ihr Kopfstöße, drückte eine Zigarette auf ihrem Auge aus, schloss sie in der Wohnung ein, warf mit Gegenständen nach ihr, drohte ständig, sie umzubringen und forderte sie auf, für ihn anschaffen zu gehen. Als sie ablehnte, gab es wieder Faustschläge.

"Er machte mich nieder und behandelte mich wie ein Stück Dreck", erzählte das Opfer unter Tränen im Gericht. Die 40-Jährige in den Verhandlungssaal zu bringen, war schwierig. "Ich habe Angst, ich gehe nicht in den Saal, wenn er drin ist", weinte sie total aufgelöst. Das Gericht kam ihrer Bitte nach.

Wolfgang B. wies die Vorwürfe zurück oder er konnte sich nur bedingt erinnern. Dass er die Frau geschubst hat, räumte er ein, dass er sie kurz danach bis zur Ohnmacht gewürgt hat, wusste er nicht mehr. Er habe nichts weiter getan, sie habe sich selbst verletzt, erklärte er. Über seine Befindlichkeiten konnte er ausführlich erzählen, was die Taten betrifft, hatte er Gedächtnisschwund. "Ich habe ein psychologisches Problem. Ich fange häufig Schlägereien an, selbst mit Leuten, die ich kenne. Gegen die Ausraster kann ich nichts tun", sagte Wolfgang B. Immer wenn der Mann im Gefängnis saß, und das tat er oft, er ist erheblich vorbestraft, ließ er sich psychologisch behandeln. War er draußen, ging er nicht zum Psychiater, dafür trank er Alkohol und nahm Drogen und reagierte unberechenbar und aggressiv.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Hans-Joachim Hlavka verurteilte den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Bedrohung und Nötigung zu drei Jahren und acht Monaten Haft. Wolfgang B. verließ grinsend den Gerichtssaal. Ob ihm wirklich zum Lachen zumute war, darüber lässt sich nur spekulieren.

Monika Löffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr