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Landgericht Dresden: Ex-Jugendwart wegen Missbrauchs vor Gericht

57 Fälle Landgericht Dresden: Ex-Jugendwart wegen Missbrauchs vor Gericht

"Ich bin bisexuell und habe pädophile Neigungen zu pubertierenden Jungen", erklärte Daniel H. 2011 und 2013 wurde er bereits einschlägig verurteilt, nun muss sich der 38-Jährige nun erneut vor der großen Jugendkammer des Dresdner Landgerichts verantworten.

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Wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes muss sich der 38-Jährige nun erneut vor der großen Jugendkammer des Dresdner Landgerichts verantworten.

Quelle: dpa

Dresden. "Ich bin bisexuell und habe pädophile Neigungen zu pubertierenden Jungen", erklärte Daniel H. Und da lässt er wohl nichts aus. 2011 wurde er verurteilt, weil er in einem Zeltlager einen Jungen begrabscht hatte. 2013 folgte die nächste Verurteilung: drei Jahre und neun Monate. Der Angeklagte hatte längere Zeit einen geistig behinderten Jungen, der im Rollstuhl saß, missbraucht. Als Daniel H. in Haft kam, meldete sich ein weiterer Junge mit ähnlichen Vorwürfen.

Wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes muss sich der 38-Jährige nun erneut vor der großen Jugendkammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich zwischen 2009 und 2012 an einem damals elf bis 14 Jahre alten Jungen vergangen zu haben. Angeklagt sind 57 Fälle. Das Kind, so die Anklage, wurde von Daniel H. anal und oral missbraucht.

Besonders verwerflich, der Angeklagte näherte sich den betroffenen Jungen immer als Vertrauenperson. Den behinderten Jungen lernte er während seiner Zivildienstzeit kennen, das jetzige Opfer bei der Freiwilligen Feuerwehr, wo Daniel H. Jugendwart war. Bei einem Tag der offenen Tür kam er mit der Mutter des Jungen ins Gespräch, es entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis. Als die Frau an Krebs erkrankte, überlies sie dem Angeklagten an den Wochenenden ihren Sohn. In der Wohnung des Angeklagten und in Zeltlagern der Feuerwehr missbrauchte er den Jungen, der lange schwieg und erst auspackte, als der Mann im Gefängnis war. Daniel H. kündigte ein Geständnis an, seine Aussagen fanden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

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