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Kritik an der Tatortarbeit der Dresdner Polizei

Moschee-Anschlag Kritik an der Tatortarbeit der Dresdner Polizei

Nach dem Anschlag gegen die Moschee in Dresden-Cotta gibt es heftige Kritik an der Arbeit der Dresdner Polizei. Dabei geht es unter anderem um zwei Fundstücke, die der Sohn von Imam Hazam Turan entdeckt hat.

Der zehnjährige Ibrahim Ismail Turan, Sohn von Imam Hazam Turan.
 

Quelle: C. Springer

Dresden..  Ein Blechstück mit zwei Federn daran und ein Schraubverschluss aus blauem Kunststoff machen der Polizei seit Dienstagvormittag Sorgen. Das Blech könnte Teil eines Zeitzünders gewesen sein. Der Deckel könnte zu einer Flasche gehören, in der sich eine brennbare Flüssigkeit befand. Er ist mit braunem Klebeband umwickelt, so, als habe er besonders fest auf der Flasche halten sollen. Die zwei Fundstücke hat Ibrahim Ismail Turan vom Boden vor der Fathi Camii Moschee aufgelesen. Der zehnjährige Sohn von Imam Hamza Turan glaub, dass es sich um Teile des Sprengsatzes handelt, der in der Nacht zum Dienstag vor dem Eingang der Moschee an der Hühndorfer Straße gezündet wurde.

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Unbekannte haben am Montagabend in Dresden zwei Sprengstoffanschläge verübt. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, detonierte kurz vor 22 Uhr ein Sprengsatz an der Moschee an der Hühndorfer Straße in Cotta. Kurze Zeit später explodierte eine weitere Bombe am Kongresszentrum

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Der Fund des Zehnjährigen sorgte gestern für Aufregung bis in den Landtag. Schließlich stellt er die Tatortarbeit der Polizei in der Nacht zum Dienstag infrage. Valentin Lippmann, Innenpolitischer Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen formulierte schließlich eine Kleine Anfrage zur Arbeit der Polizei. Er will unter anderem in Erfahrung bringen, zu welchen Zeiten die Tatorte abgesperrt waren und ob Tatortuntersuchungen auch dann noch sinnvoll sind, wenn ein über lange Zeit uneingeschränkt begehbarer Ort ein zweites Mal abgesperrt und untersucht werde.

Diese Frage blieb bereits am Dienstag unbeantwortet. Eine Sprecherin des Operativen Abwehrzentrums der sächsischen Polizei sagt auf DNN-Anfrage, eine zweite Untersuchung eines Tatorts sei üblich. Ob sie noch sinnvoll ist, wenn der Tatort bereits von zahlreichen Menschen betreten worden ist, sagte sie nicht. „Es kommt darauf an, was gesucht wird“, stellte sie fest.

Als die Ermittler den Hof der Moschee am Vormittag ein zweites Mal absperrten, hatte Ibrahim Ismail Turan seine Funde bereits überall gezeigt. Journalisten und Gemeindmitglieder hatten zu dieser Zeit den Tatort besichtigt, waren die Treppe zur beschädigten Eingangstür hinaufgestiegen und Imam Hamza Turan mit seinem Sohn im Moscheehof ausgiebig gefilmt und fotografiert.

Auch gestern gab die Polizei keine Antworten auf kritische Fragen zur Tatortarbeit. Sowohl as OAZ als auch die Polizeidirektion Dresden, die am Dienstag noch selbst auf Fragen geantwortet hatten, verwiesen an die Generalstaatsanwaltschaft. Deren Pressesprecher Wolfgang Klein ließ wissen, er werde die Fragen beantworten, warte aber noch auf die dafür nötige Zuarbeit. Diese Zuarbeit kann wiederum nur von den in der Kritik stehenden Ermittlern selbst kommen.

Von Christoph Springer

Dresden, Hühndorfer Straße 51.050485 13.691691
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