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Kindesmissbrauch: Vier Jahre und drei Monate Haft für Gruselopa

Landgericht Dresden Kindesmissbrauch: Vier Jahre und drei Monate Haft für Gruselopa

Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und dem Besitz und Erwerb von Kinderpornografie muss Lothar E. einige Jahres ins Gefängnis. Das Dresdner Landgericht verurteilte den 57-Jährigen am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten.

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Das Dresdner Landgericht verurteilte den 57-Jährigen am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten.

Quelle: Archiv

Dresden. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und dem Besitz und Erwerb von Kinderpornografie muss Lothar E. einige Jahres ins Gefängnis. Das Dresdner Landgericht verurteilte den 57-Jährigen am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten.

Der 57-jährige Opa hatte sich zwischen 2013 und Juni 2015 in seiner Wohnung oder der Wohnung der Eltern an seinen eigenen Enkeln vergriffen. Bei einem Familientreffen waren die Taten zur Sprache gekommen – seine eigenen Kinder hatten ihn daraufhin angezeigt.

Seine Familie habe total überreagiert und ein regelrechtes Kesseltreiben veranstaltet, erklärte der 57-Jährige zum Prozessbeginn im Dezember vergangenen Jahres. „Es gibt wenig tolerante Menschen. Ich kann mich nirgends mehr blicken lassen“, wiegelte er ab. Wenn er seinem kleinen Enkel unter der Bettdecke befingert und eindeutige Bewegungen machte, nannte er das „Streicheleinheiten“ und erwartete dafür noch Verständnis. Dies sei doch nichts Schlimmes. Und seinem sechsjährigen Enkel habe er nur auf dessen Bitte hin manuell und oral befummelt. „Er hatte mich darum gebeten und ich habe ihm den Wunsch nicht verwehrt. Ich habe es getan, um dem Kind eine Freude zu machen.“ Ist er nicht ein netter Opa?

Der Angeklagte räumte die Vorwürfe dann teilweise doch ein. „Ich habe seit früher Jugend pädophile Neigungen“, erklärte er. „Ich stehe auf Jungen zwischen zehn und 14 Jahren.“ Mit seinem Geständnis ersparte er den Kindern eine Aussage vor Gericht. Dies und die Tatsache, dass er nie Zwang anwendete, wertete die Kammer zu seinen Gunsten.

Lothar E. hat jetzt einige Jahre Zeit, um darüber nachzudenken, ob das, was er getan hat, wirklich so normal ist, wie er sich und allen anderen einreden will.

ml

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