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Kaum Taschendiebe in Dresden - Bundesweit jedoch dramatischer Anstieg

Kaum Taschendiebe in Dresden - Bundesweit jedoch dramatischer Anstieg

"Hilfe! Taschendiebstahlsmafia raubt Deutschland aus." Das ist für das Reisebuchungsportal ab-in-den-urlaub.de das Ergebnis einer Studie, bei der die Entwicklung der angezeigten Taschendiebstähle in den 115 größten Städten Deutschlands untersucht wurde.

Bundesweit stieg die Zahl von 91 600 im Jahr 2008 auf 135 617 im Jahr 2013. Das entspricht einem Plus von 48 Prozent. Laut Studie sind 61 Prozent der ertappten Täter Ausländer. Vor allem Familienbanden aus Südosteuropa stünden häufig im Fokus der Ermittler. Zu Hochburgen des Taschendiebstahls haben sich Düsseldorf und Köln entwickelt, gefolgt von Hamburg, Dortmund, Bonn, Berlin, Wuppertal, Münster, Bremen und Frankfurt am Main.

Dresden dagegen zählt diesbezüglich zu den sicheren Städten. Natürlich wird auch hier heimtückisch und dreist geklaut, aber nicht in dem Umfang wie anderswo in Deutschland. Laut Studie gab es 2013 in Dresden pro 100 000 Einwohner 181 Taschendiebstähle, in Düsseldorf 1398.

Thomas Geithner, Pressesprecher der Polizeidirektion Dresden, beziffert die Zahl der Taschendiebstähle 2013 auf 845, das sind sogar 13 weniger als ein Jahr zuvor. Ein wirklicher Trend lässt sich - betrachtet man die vergangenen fünf Jahre - nicht erkennen. Die Zahlen schwanken zwischen 903 und 726 Taschendiebstählen pro Jahr. "Sie häufen sich bei großen Menschenansammlungen. Klassiker ist der Striezelmarkt. Deshalb sind wir dort ja auch mit einer mobilen Wache präsent. Das Stadtfest ist ein weiteres Beispiel."

Ansonsten lassen sich keine örtlichen Schwerpunkte festmachen. "Im Regelfall agieren bei Taschendiebstählen zwei bis drei Leute", so Geithner weiter. "Einer lenkt das potenzielle Opfer ab, verschüttet zum Beispiel Kaffee oder gibt sich als Tourist aus und will unbedingt auf dem Stadtplan etwas gezeigt haben." Die anderen nutzen die Situation aus und stehlen Brieftasche, Handy u.ä. "Die Geschädigten merken das selten live." Die Aufklärungsquote sei deshalb gering. Mit 9,8 Prozent liegt die Polizei in Dresden laut Studie im Mittelfeld. Sachsenweit gesehen ist Leipzig mit 189 Taschendiebstählen pro 100 000 Einwohner die Hochburg der Taschendiebe. Noch sicherer vor Taschendieben als in Dresden ist man in Chemnitz (115 Diebstähle pro 100 000 Einwohner) und in Görlitz (41 pro 100 000 Einwohner).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.07.2014

Catrin Steinbach

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