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Interview mit einer Augenzeugin des Bombesfundes in Dresden

Interview mit einer Augenzeugin des Bombesfundes in Dresden

Am Donnerstag und Freitag wurde je eine Fliegerbombe im Ortsamtsbereich Dresden-Blasewitz auf dem Gelände an der Augsburger Straße gefunden. Rund 1800 Menschen mussten evakuiert werden.

Auch Johanna Bürger, Angestellte bei der Firma Caverion, erlebte gleich an beiden Tagen die Evakuierung. Im Interview mit DNN-Online beschreibt sie ihre Eindrücke.

1. Wie haben Sie von den Bombenfunden erfahren?

Am Donnerstag habe ich die Bombe selbst gar nicht gesehen. Gegen 11.30 Uhr stand die Polizei plötzlich in unserem Sekretariat und kündigte die Evakuierung an. Wir mussten sofort den Stift fallen lassen, nur kurz die Tasche packen und das Gebäude verlassen. Gegen 21 Uhr habe ich dann von der geglückten Entschärfung erfahren. Am Freitagmorgen bin ich gegen 7.30 Uhr zur Arbeit gefahren. Kurz nach 9 Uhr haben wir aus unserem Fenster an der Blasewitzer Straße 78 gesehen, wie der Baggerfahrer eine zweite Bombe gefunden hat. Er unterbrach gleich seine Arbeit und begab sich in Sicherheit.

2. Was haben Sie am Freitagmorgen aus dem Fenster beobachtet?

Als ich aus dem Fenster schaut, sah ich wie die Fliegerbombe aus dem Sandhaufen herausragte. Die Polizei hatte sie schon mit einer grauen Decke abgedeckt. Auch ein Fahrzeug des Kampfmittelbeseitungsdienstes war schnell vor Ort. Die Polizei hat sofort das Gelände großräumig abgesperrt. Kurz danach kam dann auch wieder die Meldung, dass unser Gebäude evakuiert wird. Allerdings hatte ich heute rund eine halbe Stunde Zeit, noch etwas fertig zu machen und musste dann erst meinen Arbeitsplatz räumen. Gott sei Dank, parkte mein Auto nicht im gesperrten Gebiet und ich konnte noch damit nach Hause fahren.

3. Wie war die Stimmung im Kollegium während der Evakuierung?

Eigentlich waren meine Kollegen alle sehr ruhig und entspannt. Am Freitag hatte man ja fast eine gewisse Routine entwickelt. Unser Abteilungsleiter hat gewartet, bis wir alle die Räume verlassen hatten und hat dann die Türen abgeschlossen. Die Zeit, in der wir evakuiert wurden, gilt jetzt allerdings als Freizeit, die wir nacharbeiten müssen. Aber das schaffen wir noch vor Weihnachten.

Julia Vollmer

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