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Initiativen wollen Dresdner „Einheitsfeierlichkeiten zum Desaster machen“

Protest gegen Einheitsfeier Initiativen wollen Dresdner „Einheitsfeierlichkeiten zum Desaster machen“

Mehrere Initiativen planen unter dem Dach des Bündnisses „Solidarity without limits“ am Wochenende Protest gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Dresden. Dabei distanzieren sich die Verantwortlichen nicht eindeutig von Gewalt.

Symbolfoto
 

Quelle: Archiv

Dresden.. Das Bündnis „Solidarity without limits“ plant am morgigen Sonntag eine Demonstration, die sich gegen die Feierlichkeiten zum 3. Oktober richtet. Der Aufzug beginnt um 16 Uhr am Fritz-Förster-Platz und soll über die Budapester Straße und die Marienbrücke in die Neustadt führen. „Wir wollen einen kreativen Gegenpunkt setzen und unsere radikale Kritik lautstark auf die Straße tragen“, sagte Conny Runge, die Sprecherin der Initiative. Am Montag ist eine Kundgebung auf dem Albertplatz am Artesischen Brunnen geplant, mit der an das Bootsunglück vor Lampedusa am 3. Oktober 2013 erinnert werden soll, bei der fast 550 Menschen ums Leben kamen. Zusätzlich fordert „Solidarity without limits“ zu „dezentralen Aktionen“ auf.

Runge erklärte, das könnten „coole und kreative Sachen sein“ und erklärte auf DNN-Nachfrage, „Transpiaktionen oder dergleichen ist immer ganz cool“. Zum Thema Gewalt sagte sie, es sei verständlich, „wenn Menschen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit in Anspruch nehmen und sich darauf vorbereiten, mit polizeilichen Übergriffen umzugehen.“ Wenn dabei etwas beschädigt werden, komme es „halt darauf an, was beschädigt wird.“ Die Initiative „könne den Leute nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben“. Später relativierte sie ihre Aussage zu Sachbeschädigungen. „Das war halt bisschen floskelmäßig rausgehauen“, räumte die Pressesprecherin ein.

Im Internet rufen Sympathiesanten von „Solidarity without limits“ dazu auf, die „Einheitsfeier zum Desaster (zu) machen“.

Von Christoph Springer

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