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Immer mehr aufgebrochenen Autos in Dresden: Polizei glaubt nicht an Taten einer Bande

Immer mehr aufgebrochenen Autos in Dresden: Polizei glaubt nicht an Taten einer Bande

Die Serie von Autoeinbrüchen in Dresden geht weiter. Am Sonntag wurden zwei Auto-Besitzer in Plauen und der Äußeren Neustadt Opfer. In einer Tiefgarage an der Straße Hohenplauen drangen Unbekannte in einen Skoda Fabia ein und stahlen aus dem Fahrzeug ein mobiles Navigationsgerät im Wert von etwa 200 Euro.

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Symbolfoto

Quelle: Christian Nitsche

An der Holzhofgasse zerschlugen Unbekannte die Seitenscheibe eines Renault Megane und stahlen eine Tasche vom Beifahrersitz des Fahrzeuges. In der Tasche befanden sich ein Notebook, ein Tablet-PC sowie ein Portmonee mit rund 120 Euro.

Seit Anfang August hat die Polizei damit rund 150 Autoeinbrüche registriert. „Das ist schon eine Hausnummer“, bewertete Polizeisprecher Marko Laske die hohe Zahl. Auffällig sei vor allem die Zahl der Taten am Stadtfestwochenende gewesen. Allein in den 24 Stunden ab Freitagabend 18 Uhr wurden den Beamten 31 Autoaufbrüche gemeldet. Bis zum Sonntagabend waren es dann noch einmal zwölf. „Das ist die Spitze des Eisbergs“, stellte Laske zu diesem Wochenende fest.

Die Polizei geht nicht davon aus, dass eine Bande am Werk ist. „Das sind klassische Einzeltäter oder auch mal Duos“, so der Polizeisprecher. Die zwei Tunesier, die in der Nacht zum Mittwoch in Gorbitz festgenommen worden sind, seien ein Beispiel dafür. „Der eine steht Schmiere, der andere schlägt eine Autoscheibe ein“, erklärt Laske die Arbeitsteilung. Den Tätern gehe es darum, an Geld zu kommen. Mitunter werde die Beute aber auch selbst genutzt, etwa wenn Sonnenbrillen oder Handys erbeutet wurden. „Das ist zu wenig, als dass sich das für eine strukturierte Bande lohnt“, meint die Polizei. Das bedeutet: Die Dresdner Autofahrer haben es nicht mit Tätern zu tun, denen die Polizei auf einen Schlag das Handwerk legen kann. Auch das unterschiedliche Vorgehen der Täter spricht für diese Annahme, sagte Laske. Und es gibt keine speziellen Tatorte, die Autoeinbrecher können überall zuschlagen. Auch in Tiefgaragen, wie die Nacht zum Donnerstag gezeigt hat.

Das Stadtfest-Wochenende hat der Polizei dennoch zu denken gegeben. Seit Anfang der Woche sind nun mehr Zivilbeamte im Einsatz. Allerdings sind diesen Fahndern bisher noch keine Täter ins Netz gegangen. Die zwei Autoknacker in Gorbitz wurden in der Nacht zum Donnerstag nach einem Anwohnerhinweis geschnappt. „Ihre Befragung hat nichts gebracht, sie haben nicht ausgesagt“, so Laske. Allerdings sei bei ihnen Diebesgut gefunden worden, das zu einem Auto gehört, das am Amalie-Dietrich-Platz (Gorbitz) aufgebrochen wurde. Die Beamten der Ermittlungsgruppe „Diebstahl in und aus Kfz“ (DiaK) , die es in der Polizeidirektion schon seit Jahren gibt und die solche Fälle bearbeitet, gehen deshalb davon aus, dass auch zwei weitere aufgebrochene Autos in unmittelbarer Nähe auf das Konto dieser Männer gehen könnten.

Die sieben Mann starke DiaK-Truppe hat nach jedem Autoaufbruch die Aufgabe, die Tat auszuwerten und nach Parallelen zu anderen Taten zu suchen. So können sie womöglich bekannten Kriminellen weitere Autoaufbrüche zuordnen.

Christoph Springer

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