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Gruppe greift Pegida-Teilnehmer in Dresden mit Schlössern und Knüppeln an

Attacke Gruppe greift Pegida-Teilnehmer in Dresden mit Schlössern und Knüppeln an

Nach dem Demonstrationen am Montagabend hat eine Gruppe fünf Rentner angegriffen, die in einem Auto saßen. Die Täter schlugen auf das Auto ein und machten auch vor den Rentnern nicht halt.

Symbolfoto
 

Quelle: imago stock&people

Dresden.  Nach den Demonstrationen am Montagabend haben Unbekannte fünf Menschen angegriffen, von denen sie überzeugt waren, dass sie zu den Pegida-Anhängern gehören. Die Opfer, vier Männer und eine Frau, waren gerade an der Ecke Conradstraße/Hansastraße in einen VW Sharan gestiegen, um nach Hause zu fahren. Die Angreifer schlugen mit Stöcken und Fahrradschlössern auf das Auto ein und attackierten damit auch die vier Männer, nachdem die aus dem Auto ausgestiegen waren. Als die Polizei hinzu kam, flüchteten die Angreifer.

Blaue Flecke, ein kaputtes Auto, Angst vor den Angreifern und eine verfestigte Abneigung gegenüber den mutmaßlichen Pegida-Gegnern, die das Quintett angegriffen haben, sind die Bilanz der Attacke. Die Polizei bestätigte die Auseinandersetzung. Sprecher Marko Laske erklärte, es habe ein Handgemenge und Sachbeschädigungen gegeben, der Staatsschutz ermittele.

„Wir waren in Lebensgefahr“, ist der 63-jährige Moritzburger überzeugt, der am Steuer des Autos saß. „Wären wir im Auto geblieben, dann wären wir jetzt tot.“ Die vier Rentner wehrten sich gegen die Angreifer, ihre Begleiterin blieb unterdessen in dem „Sharan“ sitzen. „Einer von uns hat sich seine Jacke und sein Hemd ausgezogen, um den Arm gewickelt und so die Schläge abgewehrt“, berichtet der Autofahrer. Die Täter zertrümmerten einen Außenspiegel seines Autos, verbeulten die Fahrertür und beschädigten mit den Fahrradschloss-Schlägen das Dach. Zwischen 3000 und 4000 Euro kostet die Reparatur des Wagens, der noch ein Stück weiterrollte, nachdem der 63-Jährige aus dem Pkw gesprungen ist. So ging auch noch ein Spoiler kaputt.

Der Moritzburger ist überzeugt, dass er einige der Angreifer wiedererkennen würde. „Ich konnte der Polizei eine sehr genaue Beschreibung geben“, so der Mann, der ebenso weiß, dass die Täter auch ihn wiedererkennen würden. Dennoch will er weiter montags auf die Straße gehen. Auch, wenn die Attacke vom Montagabend noch nachwirkt, sein Demonstrationsrecht will sich der Moritzburger nicht nehmen lassen. „Das schaffen sie nicht“, stellt er unmissverständlich fest.

Von Christoph Springer

Dresden, Conradstraße 51.071731 13.741459
Dresden, Conradstraße
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