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Großalarm in der Hauptverkehrszeit - mehrmals Fehlalarm am Dresdner Hauptbahnhof

Großalarm in der Hauptverkehrszeit - mehrmals Fehlalarm am Dresdner Hauptbahnhof

Eine Friteuse und eine Spülmaschine haben in den letzten Tagen zweimal Großeinsätze der Feuerwehr ausgelöst. Am Sonntagabend und gestern früh musste der Hauptbahnhof wegen der Haushaltsgeräte, die zu viel Dampf machten, evakuiert werden.

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Für Robert Mickan von "Le Crobag" ist ein Fehlalarm mittlerweile nichts Neues mehr. Zweimal musste er in den vergangenen Tagen seinen Stand in der Bahnhofshalle verlassen. Der Umsatz des Backwarenverkäufers sank beide Male rapide ab.

Quelle: Hauke Heuer

Auch in der Centrum-Galerie lösten die automatischen Warnanlagen aus und riefen die Feuerwehr auf den Plan. Die konnte jedoch jedes Mal unverrichteter Dinge wieder abrücken, denn weder brannte es noch bestand Gefahr für Leib und Leben.

Am Sonntag gegen 18.30 Uhr begann die Serie von Fehlalarmen im Hauptbahnhof. Wie die Feuerleitstelle mitteilt, rückten zwei Löschzüge und der Führungsdienst an. Nach einer viertel Stunde intensiver Suche war klar: Hier brennt nichts. Wahrscheinlich hatte eine offene Friteuse im Restaurant Marché den Alarm ausgelöst. Auch am Dienstagmorgen klingelten im Hauptbahnhof die Alarmglocken. Gegen 6.30 Uhr hatte der Dampf aus einer Spülmaschine in der DB-Lounge einen der sehr empfindlichen Sensoren ausgelöst und einen Feuerwehreinsatz provoziert. Doch nicht nur die Löschzüge mussten sich grundlos beeilen. Beide Fehlalarme fielen in die Hauptverkehrszeiten, so dass viele Bahnfahrer den Hauptbahnhof fluchtartig verlassen mussten und ihren Zug nicht bekamen.

Robert Mickan (30), der täglich in einem Laden der Bäckereikette "Le Crobag" die Zugreisenden mit Snacks und Getränken versorgt, erinnert sich an die apokalyptisch anmutenden Situationen: "Auf einmal ging ein ohrenbetäubender Lärm los und man wurde aufgefordert, dass Gebäude zu verlassen. Fast schon panisch bewegten sich die Massen in Richtung Ausgang. Ich hatte noch Croissants im Ofen und habe schnell versucht, diese noch vor dem Verbrennen zu retten. Die Polizei hat mich dann gebeten, ebenfalls die Bahnhofshalle zu verlassen."

In beiden Fällen war der Spuk bereits nach rund 20 Minuten wieder vorbei und der Bahnhof fand langsam zu seinem gewohnten Rhythmus zurück. Zugausfälle gab es keine. Jedoch kam es zu Verspätungen im Nah- und Fernverkehr. Wegen der Fehlalarme mussten nicht nur die Reisenden länger auf ihre Züge warten. Auch der Umsatz der Geschäfte im Bahnhof litt unter dem Ausnahmezustand. "Beide Evakuierungen fielen in die Hauptgeschäftszeiten. Als der Bahnhof wieder freigegeben wurde, hatten die Reisenden wichtigeres zu tun, als noch schnell etwas zu Essen oder eine Zeitung zu kaufen", erinnert sich Mickan, der hofft in Zukunft von den Fehlalarmen verschont zu bleiben.

Gestern um 10 Uhr löste dann in der Centrum-Galerie die automatische Brandmeldeanlage Alarm aus. Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr stoppten an der Ecke Dr. Külz-Ring/Reitbahnstraße. Der Alarm war nach ersten Informationen im benachbarten Peek & Cloppenburg ausgelöst worden. Mittels Lautsprecherdurchsagen wurde das Gebäude evakuiert. Auf der Prager Straße bildeten sich Menschentrauben. Nach kurzer Zeit war klar, dass es sich wieder um einen Fehlalarm handelt und die Mitarbeiter und Kunden kehrten in die Centrum-Galerie zurück.

"Lieber einmal umsonst als einmal zu wenig ausgerückt", kommentiert der Lagedienstleiter der Feuerwehr Michael Morlock die Situationen. Das automatische Warnsystem könne im Zweifel Leben retten, betont er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.05.2013

Hauke Heuer und Catrin Steinbac

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