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Glimpfliches Ende nach Brand in Dresden-Pieschen - Verdacht der schweren Brandstiftung

Glimpfliches Ende nach Brand in Dresden-Pieschen - Verdacht der schweren Brandstiftung

In einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus in der Mohnstraße 27 in Pieschen hat es am Dienstagmorgen gegen 1.40 Uhr gebrannt. Als die Feuerwehr eintraf, stand eine Wohnung im zweiten Obergeschoss in Flammen.

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Die 52-jährige Bewohnerin der Brandwohnung wehrte sich erheblich gegen Hilfe. (

Quelle: Roland Halkasch)

Zwei Bewohner der Dachgeschosswohnung holte die Feuerwehr über Drehleitern aus dem Haus. Die 52jährige Mieterin der Brandwohnung und alle anderen Hausbewohner konnten das Gebäude über das Treppenhaus verlassen. Die über die Drehleiter geretteten Hausbewohner und die 52-Jährige wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Feuerwehr mit.

Doch das war gar nicht so einfach, weil sich die - den Erzählungen der Nachbarn zufolge - offenbar kranke 52-jährige Frau nicht helfen lassen wollte. Sie sei gegenüber den Rettungskräften "sehr aggressiv" aufgetreten, schilderte zum Beispiel Franziska L. Sie wohnt mit ihrer Familie im Nachbarhaus, verfolgte das Geschehen vom Fenster ihrer Wohnung aus und sah, dass die Frau in Handschellen abgeführt wurde."Wir haben sie nicht festgenommen", dementiert Polizeisprecher Marko Laske kursierende Gerüchte. "Um der psychisch völlig labilen Frau überhaupt helfen zu können, mussten wir uns mit Handschellen behelfen."

Steffi Sch., die mit ihrer Tochter direkt unter der Wohnung, die ausbrannte, zu Hause ist, steht 9 Uhr morgens die Aufregung noch ins Gesicht geschrieben. Aber sie ist froh, dass sie in ihre Wohnung zurückkehren konnte. Die Wasserschäden durch das Löschwasser seien "minimal". "Ich habe immer befürchtet, dass hier mal was Schlimmes passiert", seufzt Steffi Sch. Erst am Freitag seien Polizei und Notarzt bei der 52-Jährigen gewesen, hätten sie mit in die Klinik genommen. "Doch am Sonnabend war sie schon wieder da. Letzte Nacht bin ich wach geworden, weil es in der Wohnung über uns lärmte und schrie 'Feuer, Feuer, juhu'. Ich habe die Polizei gerufen und aus dem Fenster gesehen. Auf der Straße standen Leute. Ich hab sie gefragt, ob es über mir brennt. Sie haben ja gesagt und dass sie gerade die Feuerwehr gerufen haben. Dann bin ich mit Tochter, unserer Maus und Papieren raus. Zwei Nachbarn sind wohl noch ins Dachgeschoss, aber dort hat niemand aufgemacht."

Nah etwa zwei Stunden war der Einsatz auf der Mohnstraße für die Kameraden der Feuerwehr, die mit Löschzügen aus Neustadt und Übigau angerückt waren, und den Rettungsdienst beendet. "Wir waren 5.30 Uhr noch mal draußen, um nach dem Rechten zu sehen", so Feuerwehrsprecher Thomas Mende. Schließlich begannen Spezialisten der Polizei mit der Untersuchung des Brandortes. "Wir ermitteln wegen des Verdachtes der schweren Brandstiftung", hieß es von der Polizei.

Catrin Steinbach

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