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Georgier steht wegen Bandendiebstahls vor Gericht

Auswertung von Funkzellendaten Georgier steht wegen Bandendiebstahls vor Gericht

Am 31. August 2014 wurde in Cossebaude ein Getränkemarkt geplündert, danach häuften sich die Einbrüche in Getränkemärkte und Discounter. Jetzt steht der Kopf der Diebesbande, Valerian S. aus Georgien, vor dem Dresdner Landgericht.

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Die Beamten beobachteten die Gruppe und griffen im März 2015 zu.

Quelle: dpa

Dresden. . Am 31. August 2014 wurde in Cossebaude ein Getränkemarkt geplündert, danach häuften sich die Einbrüche in Getränkemärkte und Discounter. Die Vorgehensweise war immer dieselbe: Die Täter rissen die Gitter von den Fenstern, zerschlugen die Scheiben, drangen in die Verkaufsräume ein und ließen vor allem Spirituosen, Zigaretten und Bargeld mitgehen. Ab November erreichten die Einbrüche eine neue "Qualität". Die Ganoven stiegen wie gewohnt in die Märkte ein, verschafften sich Zugang zu den Büros, klebten die Scheiben mit Stoff oder Pappe ab und flexten dann die Tresore auf - so zum Beispiel in der Tedi-Filiale auf der Dürerstraße oder im Reno-Schuhzentrum in Coswig, aber auch in Radeberg, Pulsnitz, im Kreis Meißen, im Raum Bautzen, in Flöha und Zwickau. Insgesamt wurden Waren und Bargeld in Höhe von fast 50 000 Euro gestohlen. Der Sachschaden war ebenfalls enorm, zimperlich war man nicht.

Die Ermittler der Polizei werteten die Funkzellendaten aus. Die Spur führte nach Dresden ins Asylbewerberheim auf der Florian-Geyer-Straße zu Valerian S. Der Georgier war mit seinem Handy immer zur Tatzeit am Tatort und führte lange Gespräche. Während andere Täter, die teilweise mit in dem Heim lebten, in die Märkte einstiegen, stand er draußen Schmiere, hielt ständig Kontakt zu ihnen und erklärte die Lage - mitunter eineinhalb Stunden lang. "Die hatten eine Art Standleitung", erklärte gestern der ermittelnde Polizeibeamte Henry N. vor dem Dresdner Landgericht. Dort müssen sich derzeit Valerian S. und Romeo K. verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Georgiern gewerbsmäßigen Bandendiebstahl vor.

Der 39-jährige Valerian S. war wohl der Kopf der Bande. Er spionierte die Einkaufsmärkte aus, die sich fast immer abseits in Gewerbegebieten befanden. Er soll auch den Verkauf der gestohlenen Waren organisiert haben und er rekrutierte immer wieder Landsleute, die sich, in wechselnder Besetzung, an den Einbrüchen beteiligten. Die Beamten beobachteten die Gruppe und griffen im März 2015 zu. Zwei Bandenmitglieder wurden im Mai vom Amtsgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt. Damit könnte auch Romeo K., der nur bei einigen Taten dabei war, rechnen. Valerian S. erwartet wesentlich mehr. Bei einem umfassenden Geständnis stellte ihm die Kammer eine Freiheitsstrafe zwischen dreieinhalb und vier Jahren in Aussicht. Der Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

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