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Flotte 72-Jährige mit Porsche zu schnell unterwegs

Falscher Bußgeldbescheid Flotte 72-Jährige mit Porsche zu schnell unterwegs

Bei älteren Damen am Steuer denkt man oft an kleine Autos und Fahrerinnen, die sehr vorsichtig und nicht sehr zügig unterwegs sind. Klischeedenken! Zumindest im Fall der flotten Frau über 70, die im Juli 2014 mit ihrem Porsche auf der Döbelner Straße ziemlich schnell unterwegs war.

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Quelle: dpa

Dresden. Sie bretterte mit 58 km/h durch eine 30-Zone. Das ergab die Radarmessung. Für die rasante Fahrt flatterte ihr ein Bußgeldbescheid über 100 Euro ins Haus. Sie legte Widerspruch ein, darüber wurde gestern am Amtsgericht verhandelt.

Die Fahrerin gab zwar zu, am Steuer gesessen zu haben, wollte aber ansonsten keine weiteren Erklärungen abgeben. Nach Erklärungen suchte auch der Gutachter, der den Fall beurteilen sollte. Laut Messprotokoll, Skizze und Bußgeldbescheid war die Dame auf der Döbelner Straße in Höhe der Hausnummer 11 "geblitzt" worden. Dem Sachverständigen, der sich vor Ort umgesehen hatte, war allerdings aufgefallen, dass das nicht stimmen konnte. "Dort ist definitiv nicht gemessen worden. Das ist ein sehr markantes Haus. Die Örtlichkeit stimmt nicht mit dem Beweisfoto überein, das zeigt einen anderen Hintergrund", erklärte Dieter Rache. Zudem sei die Döbelner Straße in Höhe Nummer 11 eine Einbahnstraße. Das heißt, die Frau wäre nicht nur zu schnell, sondern auch noch in die falsche Richtung gefahren. Das war auch der zügigen Fahrerin aufgefallen, deshalb hatte sie Einspruch eingelegt. Rache machte sich auf die Suche und wurde vor dem Haus Nummer 41 fündig. Da passte alles.

Warum sich die falsche Stelle durch alle Protokolle und Skizzen zog, konnte nicht geklärt werden, das hätte nur der Messbeamte tun können, und der ist derzeit im Urlaub. Richter Herbert Dietz stellte das Verfahren ein. Der Bußgeldbescheid stimmte definitiv nicht. Da hatte sich jemand geirrt. Errare humanum est. Glück für die rasende Seniorin.

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