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Feuerwehrübung im Dresdner Albertinum – Rettungskräfte erproben den Ernstfall

Feuerwehrübung im Dresdner Albertinum – Rettungskräfte erproben den Ernstfall

Alarmstimmung im Dresdner Albertinum: Am Dienstagmorgen schallte der Feueralarm durch das Haus, binnen weniger Minuten eilten zahlreiche Rettungskräfte zu dem Gebäude, mehr als 50 Feuerwehrleute mit drei Löschzügen waren im Einsatz - allerdings nur zum Üben.

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Im Albertinum in Dresden hat die Feuerwehr am Dienstag für den Ernstfall geprobt.

Quelle: Stephan Lohse

Feuerwehr und Mitarbeiter wollten ihr Zusammenspiel trainieren und die Gegebenheiten des renovierten Gebäudes kennenlernen.

Kurz nach 8.30 Uhr hatten die Mitarbeiter des Hauses den Feueralarm ausgelöst. Simuliert wurde ein Brand im Depot des Gebäudes unter dem Dach. Während die meisten der rund 80 Mitarbeiter und „Besucher" das Gebäude schnell verlassen konnten, wurden insgesamt fünf Verletzte gemeldet, zudem galt eine Person als vermisst. Feuerwehr und Mitarbeiter des Museums wussten allerdings im Vorfeld schon Bescheid.

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Feuerwehrübung im Dresdner Albertinum.

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„Das ist eine heikle Frage", erklärt Michael John, der technische Leiter des Museums. Allerdings müssten die Mitarbeiter schon deswegen informiert werden, da die Übung zwei Stunden vor der Museumsöffnung stattfand, um keine echten Besucher in Gefahr zu bringen.

Nach knapp zehn Minuten erreichten schließlich die ersten Einsatzfahrzeuge der Feuerwachen Striesen, Löbtau und Neustadt das Gebäude. In voller Montur, ausgerüstet mit Atemschutzmasken, Löschwasser und anderen Gerätschaften durchsuchten sie nach und nach das Gebäude. Die ersten „Verletzten", die in diesem Fall von Mitarbeitern des Albertinums gespielt wurden, fanden sich im Treppenhaus, danach wurde es schwieriger. Drei bewusstlose Personen waren in einem Raum im vierten Obergeschoss eingesperrt, eine Frau schrie davor panisch um Hilfe.

Erst nach wenigen Minuten war der benötigte Schlüssel da. Die Feuerwehrleute evakuierten die Verletzten, kurz darauf fanden sie unter dem Dach auch den Vermissten - einen Handwerker, der in der Dachtreppe feststeckt. Nach gut 30 Minuten ist alles vorbei. Die Feuerwehr hatte das Einsatzziel erreicht.

„Es war eine Trockenübung", erklärte Feuerwehrsprecher Thomas Mende. Dieses Mal habe nicht das Tempo oder die Löschtechnik im Mittelpunkt gestanden, sondern die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und das Kennenlernen des Gebäudes. „Unsere Einsatzplanung ist auf dem richtigen Stand", freute sich anschließend Brandschutzamtsleiter Andreas Rümpel. Es habe allerdings auch Ansetzpunkte zur Verbesserung gegeben. So waren die Einsatzkräfte über zwei verschiedene Treppenhäuser zum gedachten Brandherd ausgerückt. Allerdings existiert nur ein Generalschlüssel, so dass in diesem Fall das erste Team vor verschlossenen Türen stand und im Ernstfall wertvolle Zeit verloren hätte. Nun soll überdacht werden, ob künftig mehrere Schlüssel bereitgelegt werden können, sagte Michael John.

Es habe sich um die erste Übung im Albertinum seit dem Umbau gehandelt, erklärt Mende. Das Museum wurde bis 2010 großflächig umgebaut. Im Albertinum befinden sich die Skulpturensammlung und die Gemäldegalerie Neue Meister der Staatlichen Kunstammlungen. Mit Bildern von Gerhard Richter, Georg Baselitz oder Caspar David Friedrich, sowie Skulpturen aus der Antike oder von Rodin beherbergt das Haus Kunstwerke, deren Wert zum Teil in Euro gar nicht abschätzbar ist.

Stephan Lohse

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