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Feuerwehr zieht Bilanz: Wieder mehr Rettungsdienst-Einsätze in Dresden

Feuerwehr zieht Bilanz: Wieder mehr Rettungsdienst-Einsätze in Dresden

Ein katastrophaler Busunfall auf der Autobahn, aber kein Hochwasser und kein verheerender Sturm: Das hat das Jahr 2014 aus Sicht der Dresdner Feuerwehren und des Rettungsdienstes geprägt.

Die Zahl der Einsätze blieb im Vergleich zum Vorjahr insgesamt fast konstant. Allerdings mussten die Helfer häufiger zu Rettungseinsätzen ausrücken als noch im Vorjahr. Damit setzte sich die Tendenz der vorangegangenen Jahre fort.

Warum steigt die Zahl der Rettungseinsätze seit Jahren?

Das liegt an der veränderten Bevölkerungsstruktur, ist Andreas Rümpel, der Chef des Dresdner Brand- und Katastrophenschutzamtes überzeugt. Dass die Dresdner insgesamt älter werden und dass die Zahl der Dresdner stetig wächst, sieht er als Hauptursachen für diesen Anstieg.

Was bedeutet das im Detail?

Die Retter, zu denen 2014 der Arbeiter-Samariter-Bund, der Malteser Hilfsdienst, die Berufsfeuerwehr und die Firma Gard gehörten, mussten im vergangenen Jahr 1890 Einsätze mehr fahren als im Vorjahr. Allein die Dresdner Rettungswagen - derzeit sind das inklusive der Reserve 35 Fahrzeuge - mussten im vergangenen Jahr 1799 Mal häufiger ausrücken als 2013. Die Zahl der Krankentransporte, für die derzeit 43 Spezialfahrzeuge zur Verfügung stehen, sank dagegen um 816 auf etwas mehr als 49 200 Fahrten.

Wie viele Fahrzeuge hat der Rettungsdienst insgesamt?

Ende Januar waren es 12 Notarztwagen, sechs davon als Reserve. Dazu kamen 35 Rettungswagen, zehn davon sind Reservefahrzeuge. Außerdem stehen in Dresden 43 Krankentransportwagen zur Verfügung, neun als Reserve. Weitere zehn werden vorgehalten, um beim so genannten "Massenanfall von Verletzten" eingesetzt zu werden. Dazu gehörte das schwere Busunglück am 19. Juli 2014 auf der Autobahn nahe dem Elbepark. Elf Menschen kamen damals ums Leben, weitere 55 wurden verletzt. Neben den genannten 100 Fahrzeugen hat der Rettungsdienst noch drei Spezialautos. Dabei handelt es sich um einen Rettungswagen für Patienten mit besonders ansteckenden Krankheiten, einen für den Transport von Frühgeborenen und einen für besonders schwere Menschen.

Wie hat sich die Zahl der Brände entwickelt?

Die Berufsfeuerwehr musste im vergangenen Jahr zu 832 Brandeinsätzen ausrücken (siehe Tabelle). 2013 waren es elf mehr. Zwei Menschen kamen im vergangenen Jahr durch Brände ums Leben. Im Jahr zuvor waren es doppelt so viele. 170 Mal brannten im Jahr 2014 Wohnungen, 46 Mal leer stehende Gebäude und 74 Mal Autos. Besonders häufig mussten die Männer und Frauen der Berufsfeuerwehr im vergangenen Jahr Feuer in Müllbehältern löschen - 385 solche Brände registrierte die Feuerwehr 2014 in Dresden. Die Zahl der sogenannten technischen Hilfeleistungen und Umweltschutzeinsätze ging deutlich zurück. 3527 Einsätze zählte die Berufsfeuerwehr 2014. Amtsleiter Andreas Rümpel erklärte den Rückgang damit, dass es im vergangenen Jahr kein Hochwasser gab und die Feuerwehr auch keine größeren Unwetterschäden beseitigen musste.

Wie ist die Feuerwehr in Dresden insgesamt organisiert?

Es gibt fünf Wachen der Berufsfeuerwehr: in Übigau, nahe dem Hauptbahnhof, in Löbtau, in Striesen und in der Neustadt. Dazu kommen 22 Stadtteilfeuerwehren. Sie wurden 2014 fast 1800 Mal alarmiert. Zu diesen Wehren gehören auch 20 Jugendfeuerwehren mit 293 Kindern und Jugendlichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.03.2015

Christoph Springer

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