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Feierliche Amtsübernahme für Dresdens Polizeipräsident Kretzschmar

Beamte statt Videoüberwachung Feierliche Amtsübernahme für Dresdens Polizeipräsident Kretzschmar

Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat am Dienstag im Stadtmuseum Dresden zwei Polizeipräsidenten in ihre Ämter eingeführt: Horst Kretzschmar als Präsident der Polizeidirektion Dresden und Horst Schröder als Leiter des Präsidiums der Bereitschaftspolizei. An dem Empfang nahmen hochrangige Vertreter aus Politik, Polizei und anderer Behörden teil.

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Horst Kretzschmar (links) und Horst Schröder sind offiziell in ihre Ämter eingeführt worden.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat am Dienstag im Stadtmuseum Dresden zwei Polizeipräsidenten in ihre Ämter eingeführt: Horst Kretzschmar als Präsident der Polizeidirektion Dresden und Horst Schröder als Leiter des Präsidiums der Bereitschaftspolizei. An dem Empfang nahmen hochrangige Vertreter aus Politik, Polizei und anderer Behörden teil. „Gerade in der aktuellen Situation ist gute Polizeiarbeit und Nachwuchsausbildung gefragt“, erklärte Ulbig in seiner Rede. „Uns beschäftigt heute jedoch nicht nur die allgemeine Kriminalität, sondern immer wieder politische Straftaten und seit diesem Jahr auch Terrorismus.“

Als Polizeipräsident sei man sowohl Vorbild für die Beamten als auch Sündenbock und müsse die Lage bis auf die operative Ebene im Blick haben. „Die gesellschaftliche Lage hat sich geändert. Der Respekt gegenüber den Beamten hat nachgelassen“, so Ulbig weiter. Übergriffe auf Polizisten wie am Wochenende in der Äußeren Neustadt (DNN berichteten) verurteilte der Minister aufs schärfste.

Kretzschmar sieht die Herausforderungen seiner Amtszeit in den stetig wachsenden Aufgaben und der größeren Verantwortung, die die Beamten schultern müssen. „Es liegen keinerlei Hinweise oder Gefahren für Dresden vor, doch ist der Terror seit den Anschlägen in Bayern bei uns angekommen“, erklärt der Polizeipräsident. Die Kollegen müssen taktisch, seelisch und moralisch auf solche Einsatzszenarien vorbereitet werden, so Kretzschmar.

Er wolle in Zukunft dafür sorgen, dass die Neustadt als Szeneviertel fürs friedliche Feiern erhalten bleibt – auch mit Blick auf neue Phänomene durch die verstärkte Migration. „Deshalb die Entscheidung, mehr Fußstreifen einzusetzen – welche bei den knappen Ressourcen an anderer Stelle natürlich fehlen“, sagt der Polizeipräsident. Er lehne das vermeintliche Sicherheitsgefühl durch Kameras ab, die allerhöchstens der Verfolgung begangener Straftaten dienen können. „Prävention ist weiterhin nur durch die Präsenz der Beamten vor Ort möglich“, erklärt Kretzschmar.

Während Kretzschmar die Leitung der Polizeidirektion Dresden bereits am 1. April übernommen hat, übt Schröder seine Funktion im Präsidium der Bereitschaftspolizei seit dem 17. August aus.

Von Paul Felix Michaelis

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