Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Erster deutscher Handyspürhund schnüffelt in Dresden

Erster deutscher Handyspürhund schnüffelt in Dresden

Dresden. Erstmals in Deutschland kommt bei der Suche nach verbotenen Handys in Gefängnissen jetzt ein Spürhund zum Einsatz. Der drei Jahre alte Artus begann nach einjähriger Ausbildung am Freitag in der Justizvollzugsanstalt Dresden seinen Dienst.

Voriger Artikel
Falscher Polizist weiter in Dresden unterwegs – Insgesamt schon 6250 Euro erbeutet
Nächster Artikel
Zwölf Kilogramm Haschisch bei Dresdner Dealern gefunden – Vier Männer in Haft

Der Spürhund Artus sucht in Dresden nach einem Mobiltelefon.

Quelle: dpa

Artur ist ein Belgischer Schäferhund und auf „typischen Handygeruch“ abgerichtet - ein Mix aus dem Duft von Lithium-Batterien und Plastik.

phpbc7b081850201303151212.jpg

Hunde mit Aufgaben wie Artur gibt es nach Angaben des Justizministeriums bisher nur in Großbritannien und den USA.

Zur Bildergalerie

Mobiltelefone sind in Gefängnissen untersagt, weil damit eine unkontrollierte Kommunikation mit der Außenwelt möglich wäre. Da die Geräte immer kleiner werden, wird die Vielfalt an Verstecken immer größer. Hunde mit Aufgaben wie Artur gibt es nach Angaben des Justizministeriums bisher nur in Großbritannien und den USA.

Hintergrund: Spürhunde bei Polizei, Zoll und Rettungskräften

Spürhunde sind für die Arbeit von Polizei oder Zoll unerlässlich. Dabei ist der Riecher der Vierbeiner nur so gut wie der Hundeführer am anderen Ende der Leine. Denn erst eine gute Ausbildung macht Hunde zu richtigen Spürnasen. Prinzipiell haben alle Hunderassen eine gute Nase. Die Polizei bevorzugt sogenannte Diensthunderassen - vor allem Deutscher Schäferhund, Malinois und Riesenschnauzer. Denn oft sind sie als „Kombihunde“ im Einsatz - beim Aufspüren von Rauschgift und anderen Substanzen genauso wie im Schutzdienst zum Beispiel bei der Jagd nach Straftätern.

Allerdings gibt es in Sachsen auch einen Rehpinscher als Rauschgifthund. Nach Meinung von Experten haben Hunde mit einer langen Schnauze den besten Riecher. Grund: Sie besitzen mehr Geruchszellen und eine größere Riechschleimhaut. Die gute Nase wird auch bei der Ausbildung genutzt. Prinzipiell erfolgt sie in zwei Richtungen. Die Spürnasen werden zu Aktiv- oder Passivhunden geschult. Aktiv ist ein Hund, wenn er nach dem Aufspüren anschlägt und so aktiv handelt.

Passivhunde bleiben vor dem Corpus Delicti stehen und stecken höchstens ihre Nase rein. Das kann Rauschgift oder auch der Geruch eines Menschen sein. Klassische Fährtenhunde kommen zum Beispiel nach Erdbeben bei der Suche nach Überlebenden oder bei der Leichensuche zum Einsatz.Die Ausbildung dauert in der Regel bis zu 14 Wochen. Aktivhunde lernen richtiges Gespür über Duftstoffe, die meist in einem Spielzeug versteckt werden.

Die Duftmoleküle werden im Gedächtnis positiv abgespeichert. Wenn der Hund dann den Duft findet, freut er sich über sein Spielzeug - selbst wenn es Rauschgift ist. Bei Passivhunden läuft es ähnlich, nur wird hier der Zugriff gezielt gebremst. Der Hund verhält sich dann ruhig, was beispielsweise bei Strengstoff unbedingt erforderlich ist.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr